San Diego

Studying in California!

 
18Mai
2017

Life of a Master

Leben wie ein Master unter Palmen ... deswegen gab es auch die letzten Tage kein Update hier. Zeit also ein bisschen was nachzuholen!

Einen ausführlichen Blogeintrag über die letzten Monate haben wir hier gepostet: https://uulm2usa.wordpress.com/2017/05/16/graduation-unter-palmen/

Vergangenen Freitag war es dann also soweit und wir haben schick mit Hut und Robe unsere Graduation gefeiert!

Und das musste anschließend natürlich auch fleißig gefeiert werden ...

 

Am Sonntag waren Anja und ich dann wakeboarden. Hat sehr viel Spaß gemacht, war aber ziemlich kalt und ich hab mich bei Weitem nicht so begabt wie Anja!

Mittlerweile sind auch schon Arne und Thomas hier in San Diego und die Zeit des Reisens beginnt. Mal schauen, wie viel ich es in den nächsten Wochen schaffe euch hier ein bisschen auf dem Laufenden zu halten! Cheers aus San Diego!

30April
2017

Half Marathon in Mexico! 1.30h!

In sommerlicher mexikanischer Hitze habe ich heute erfolgreich beim Halbmarathon im Valle de Guadalupe geschwitzt!

Ich hab gleich ein ganzes Mexiko-Wochenende daraus gemacht und hab am Samstag zusammen mit Sophy Tijuana genossen, bevor wir abends nach Rosarito aufbrachen, wo wir bei Freunden von Sophy übernachtet haben. Meistens hatte ich Tijuana ja bisher eher abends erlebt, sodass ich am Samstag noch einmal Gelegenheit hatte einige schöne Ecken Tijuanas kennenzulernen!

Viel zu bald in der Früh ging es dann heute zusammen mit Sophy, Ruben, Abril und ihrer kleinen Tochter ins Valle de Guadalupe, einer wunderschönen Weinregion circa 2 1/2 Stunden südlich in Mexiko. Die Weintrauben mögen es natürlich schön sonnig, aber zum Laufen sind knapp 30°C in der prallen Sonne schon nicht so angenehm. Umso mehr Durchhaltevermögen war also gefragt ... Gerade die letzten 6 Kilometer waren ziemlich hart für mich. Trotzdem war ich nochmal 5 Minuten schneller als beim San Diego Half Marathon und bin mit 1.30h als Neunter ins Ziel gekommen!! Hat sogar fürs Siegertreppchen in meiner Kategorie gereicht, sodass ich mit Extramedaille und einer teuren flasche Wein nach Hause gekommen bin. Zusammen mit dem herrlichen Panorama durch das mexikanische Weintal waren es die Anstrengungen also allemal wert! Si se puede!

28April
2017

Friends from Canada!

Es gibt eigentlich noch einiges zu erzählen von den letzten zwei Wochen, zum Beispiel war Thorsten aus Waterloo, Kanada, die letzte Woche über hier zu Besuch. Neben Projekten und Präsentationen an der Uni (es geht steil aufs Ende zu), haben wir uns also auch genügend Zeit genommen den Sommer hier in San Diego zu genießen. Während es zu Hause noch mal geschneit hat, haben wir das Strandleben genossen, einen Ausflug in den Zoo gemacht, Essen, Bier, Bowlen, ... den Rest erzählen dieses Mal einfach die Bilder:

Baden im Pazifik:

 

Bei leckerem Essen hat auch das Reisebüro getagt, Paul fliegt im Juni mit mir nach Mexiko!

San Diego Zoo, immer wieder ein Highlight:

16April
2017

Frohe Ostern!

Ja, vielleicht bin ich ein bisschen zu faul zum Bloggen gewesen die letzten zwei Wochen, es wird also mal wieder Zeit!

Zuerst muss ich mich noch für meinen Geburtstagskuchen aus Deutschland bedanken, der gute zwei Wochen mit der Post unterwegs war aber letztendlich doch noch angekommen ist. Dankeschön! Er war auch noch einwandfrei genießbar, vielleicht etwas trockener als gewöhnlich aber man hat die Liebe geschmeckt :)

Während in Deutschland Osterfeiertage ja schon mit dem Karfreitag beginnen und erst mit dem Ostermontag enden, ist es hier in den USA fast ein ganz normales Wochenende. Zumindest eben ohne einen extra Feiertag und wie immer haben auch alle Läden am Ostersonntag offen. Also auch schon fast normal, dass die Verteidigung meiner Masterarbeit (also die mündliche Präsentation) am Karfreitag in der Früh war. Aber immerhin: Ich habe verteidigt und bin fertig mit meiner Masterarbeit!! In den nächsten 3 1/2 Wochen müssen also nur noch die Vorlesungen erfolgreich abgeschlossen werden und dann steht der Graduation Ceremony am 12. Mai nichts mehr im Weg! Hut und Robe sind schon gekauft.

Ansonsten ist es die letzte Woche über hier schon richtig Sommer geworden, sodass ich viele Stunden auch nur am Pool in der Sonne verbummelt hab oder beim Beachvolleyball bei Ken.
Und wie ich Ostern gefeiert habe? Nachdem ich ja schon einen ganz legeren Gottesdienst mit Starbucksbechern erlebt hatte, bin ich zur Feier des Osterfestes dann doch mal in eine etwas normalere Kirche gepilgert. Und es war wirklich volles Haus!

Natürlich gehört zu einem Osterfest neben gutem Wetter und Sonnenschein auch gutes Essen, ein kleiner Schinken zum Beispiel oder selbstgebackener Apfelkuchen!

In den kommenden Wochen haben wir fleißig Besuch hier in San Diego, es wird also auf keinen Fall langweilig: dieses Wochenende waren Anja's Schwester und ihr Freund zu Besuch, die auch in zwei Wochen nochmal bei uns zu Gast sind. Zwischendrin mal noch Thorsten aus Kanada, bevor dann im Mai schon Arne und Thomas in San Diego ankommen. Always full house :)
Ich war übrigens die letzten zwei Wochen nicht nur faul. Ich habe mich nämlich (mal wieder) für einen Halbmarathon angemeldet, dieses Mal am 30. April im Valle de Guadalupe, einer schönen Weinregion in Mexiko, circa zwei Stunden von hier. Zusammen mit ein paar anderen laufbegeisterten mexikanischen Freunden wird das sicher ein super Wochenende. Mal schauen, ob ich an meine Zeit vom letzten Mal wieder rankomm? Die ersten Wetten laufen schon ...

31März
2017

Birthday at the Beach!

Vielen, vielen herzlichen Dank, muchas gracias and thank you for an awesome birthday! I had a great day

So entspannt am Pool mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen könnte jeder Geburtstag starten! Anja und Thomas hatten mich in der Früh schon mit einem großen Frühstück überrascht und nachmittags wurde das dann noch durch einen selbstgemachten Apfelstrudel versüßt. Ich hab ihn zwar nicht ganz so gut wie von zu Hause von Oma hingebracht, aber er war trotzdem sehr lecker! Ich hab dafür aber sogar extra eine live-Kochshow von zu Hause bekommen, danke Rosi! (Die Cola-Dose ist übrigens das professionelle Nudelholz in unserer Küche)

Abends ging's dann mit Freunden zum Ocean Beach, auf der Dachterasse im Sonnenschein Pitcher schlürfen und Sonnenuntergang am Strand! Es sind wirklich viele Freunde gekommen, sogar extra aus Mexiko. Ein perfekter Geburtstag, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde. Dankeschön!!

 

28März
2017

Springbreak in San Francisco!

Springbreak! Eine Woche Ferien bevor im April die letzten Wochen Uni anbrechen ... Für mich ging es von Freitag bis Montag erst mal nach San Francisco!

San Francisco stand natürlich definitiv noch auf meiner Reiseliste hier in Kalifornien - und es hat mich auch keine Sekunde enttäuscht!

Freitagnachmittag kam mein Flieger in San Francisco an, das mich erst einmal mit grauem Himmel und Regen begrüßte. Das Wetter in San Francisco ist nämlich normalerweise eher so wie in Ulm, also viel Nebel und auf jeden Fall mehr Regen als in San Diego. Umso mehr wusste ich es also zu schätzen, dass San Francisco sich am Samstag und Montag von seiner schönsten Sonnenseite gezeigt hat.

Freitagabend hab ich dann Tamina (Ulmer Besuch letzte Woche hier in San Diego) im Hostel getroffen und wir haben uns gleich ins Essen in Chinatown gestürzt. Dabei haben wir Juri, einen Italiener aus Florenz kennengelernt, mit dem wir ein chinesisches 4-Gänge Menu verspeisten und uns gleich für Samstag verabredeten, um gemeinsam per Fahrrad San Francisco zu erkunden.

Obwohl San Francisco eine der hügeligsten Städte ist, die ich bisher so kennengelernt habe, war es die perfekte Art die Stadt unsicher zu machen. Eines der Highlights war natürlich mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge zu radeln! Aber auch der Hafen um Fishermans Wharf, der wunderschöne Golden Gate Park (schöner als der Central Park in NY!), das Hippie-Viertel in Haight-Ashbury (hier startete die flower power Bewegung in den 60ern und 70ern) lagen auf unserer Fahrradtour. Insgesamt rund 25 Meilen und ein paar dutzend Hügel später, waren wir abends dann ziemlich fertig aber hatten einen super schönen und sonnigen Samstag in San Francisco! Wir hatten uns ein ziemlich cooles Hostel rausgesucht gehabt, wo wir auch gleich ganz viele andere Traveller und junge Leute getroffen haben, sodass es dann doch noch eine ziemlich lange Nacht wurde...

Sonntag konnten Tamina und ich es dann etwas ruhiger angehen lassen, sodass wir gemütlich durch die Stadt schlenderten bevor es nachmittags per Bootstour nach Alcatraz ging. Eine super Tour, wo man viel über Alcatraz, spannende Ausbruchsversuche und das Leben at "The Rock" erfahren hat. Bis auf ein Konzentrationslager war das auch bisher mein erster Gefängnisbesuch und wenn man selbst in den kleinen Zellen steht, kann man erahnen, wie es sein musste hier jahrelang eingesperrt zu sein.

Mir persönlich hat auch das Cable Car Museum sehr gut gefallen: Die berühmten Cable Cars hier in San Francisco werden durch ein unterirdisches Netz von Stahlseilen angetrieben, die sich kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von rund 10 mph bewegen. Beim Anfahren muss der Fahrer sein Cable Car also in das sich bewegende Stahlseil einklinken und beim Bremsen dementsprechend wieder loslassen. Technisch gar nicht so einfach und sehr interessant zu erfahren, wie das tatsächlich funktioniert!

Tamina musste am Sonntagabend dann schon wieder den Zug zurück nach Davis nehmen (es kann eben nicht jeder Springbreak haben :P ). Am Montag war ich dann also noch einen Tag alleine unterwegs und hab bei bestem Wetter San Francisco zu Fuß erkundet. Weil mir der Golden Gate Park so gut gefallen hatte, musste ich dort unbedingt noch einmal ein bisschen auf Entdeckertour gehen und hab mir den traumhaften Japanese Tea Garden angeschaut, der jetzt im Frühling eine wahre Blütenpracht ist! Ich hatte auch genügend Zeit, um das Hippie Viertel in Haight-Ashbury genauer zu erkunden (die Häuser hier sind wunderschön!) und durch das Schwulenviertel in Castro zu schlendern. Auf den Aussichtspunkt hoch zu den Twin Peaks bin ich dann ganz schön ins Schnaufen gekommen, aber der Ausblick war es auf jeden Fall wert. Absolut sehenswert ist außerdem die St. Marys Cathedral, die schon allein mit ihrer Architektur sehr gigantisch ist. Das Zusammenspiel von Licht und Symmetrie im Inneren (und absolut müden Füßen) hat mich dann fast eine ganze Stunde in dieser Kirche gefesselt. Eine ganz besondere Art von Kirche, die ich so noch nie erlebt habe!

Nach gemeinsamem Kochen mit ein paar anderen Travellern im Hostel, ging es dann gestern abend auch schon wieder zurück nach San Diego. Gerade durch die vielen Bekanntschaften im Hostel, bin ich fast wieder ein bisschen in den Backpacker-Modus eingetaucht und war sehr an meine Zeit an Südamerika erinnert. Es ist ein bisschen wie eine Sucht. Die nächsten verrückten Reiseziele mit dem Rucksack schwirren mir schon im Kopf umher...

Die nächsten Tage werd ich hier zu Hause in San Diego noch ein bisschen die Sonne genießen und nebenbei Masterarbeit und ein paar Projekte für die Uni fertig machen.

In diesem Sinne: Enjoy your Springbreak!

 

22März
2017

Always on tour ...

Aufgrund von vollem Programm und Besuch von Ulmer Freunden letzte Woche und am Wochenende, bin ich noch gar nicht dazu gekommen hier ein bisschen davon zu berichten ...

Wahrscheinlich habt ihr es ja schon mitbekommen, dass ich den Halbmarathon am Sonntag vor 10 Tagen ganz gut bewältigt hab. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit meiner Zeit und es war ein toller Run! Halbmarathon ist glaube ich echt eine schöne Distanz und wahrscheinlich war es nicht der letzte den ich gelaufen bin. Aber seit dem San Diego Halbmarathon stehen meine Laufschuhe erst mal in der Ecke, dafür kann ich mir wieder mit gutem Gewissen ein Feierabendbier gönnen.

Ab Mittwoch letzter Woche ging es dann los mit Besuch von Ulmer Freunden hier in San Diego: zuerst war Marcus von Mittwoch bis Freitag hier, der in Normal, Illinois, studiert und schon früher Springbreak hatte als wir. Bei strahlenem Sonnenschein und bestem Wetter haben wir dann auch erst einmal die Poolsaison eröffnet!

Am Freitag war dann fliegender Besucherwechsel: Marcus setzte seine Reise fort, während Tamina zu Besuch kam, die zur Zeit an der UC Davis einen Research-Aufenthalt für ihre Promotion macht. Natürlich musste auch der St. Patricks Day ausgiebig gefeiert werden, der hier in den USA wirklich ein großes Event ist! Die Straßen in Downtown waren gesperrt, anstattdessen waren Bühnen und Live-Bands geboten. Zusammen mit Freunden aus der Pep Band konnte ich dann auch endlich mal Anna Lees und Willies Band live miterleben! Eine super Gruppe, perfekt für St. Patricks Day!

Das restliche Wochenende haben Tamina und ich genutzt um San Diego zu erkunden. Mittlerweile bin ich natürlich schon ein perfekter San Diego Guide aber ich entdecke trotzdem immer noch neue schöne Fleckchen hier und bin sehr verliebt in die Stadt. Es ist wirklich sehr lebenswert hier! (zugegebenermaßen manchmal auch etwas verrückt, wie zum Beispiel bunt gefärbte Pudel??)

Bei so viel Besuch hat man fast das Gefühl selber ein bisschen im Urlaub zu sein. Die Illusion wird aber durch viel Arbeit an der Uni schnell wieder zu nichte: wegen dem Trip nach Las Vegas musste ich letzte Woche natürlich einiges nachholen, noch ein Midterm schreiben, Projekt fertig stellen, Midterms von meinen Studenten korrigieren und so langsam scheint auch die Masterarbeit fertig zu sein. Die Verteidigung ist zumindest am 14. April, also sollte die Arbeit bis nächste Woche fertig geschrieben sein! Aber ab Freitag habe ich erst einmal eine Woche Springbreak-Ferien und es geht für mich nach San Francisco!

Übrigens gibts auch noch ein paar News: Von Juli-September mache ich ein Praktikum in München! Die Zusage dafür habe ich heute früh erhalten. Falls also jemand von einem freien Zimmerchen weiß?

11März
2017

Live Tracking Halbmarathon

Eine gute Seite hat das Ausscheiden im Basketball Tournament aber trotzdem: Ich bin etwas früher zu Hause und bekomm etwas mehr Schlaf bevor es morgen in der Früh an die Startlinie für den San Diego Halbmarathon geht. (Eine Woche Vegas mit Fast Food, Bier und wenig Schlaf ist zugegebenermaßen nicht die beste Vorbereitung, aber das schaff ich schon.)

Das Rennen startet um 7 Uhr morgens hier in San Diego. Wegen Zeitumstellung in den USA ist das dann 3 Uhr nachmittags in Deutschland. Wer Lust hat mich live zu verfolgen oder auch nur hinterher die Statistik anschauen will, hier der Link zum Live-Tracking:

http://sdhalfmarathon.com/live-tracking-on-race-day/#/tracker/RLUJD7YP,RFVYWCN5

http://sdhalfmarathon.com/live-tracking-on-race-day/

Unter "Search Participants" ganz einfach meinen Namen oder Bib-ID (341) eingeben. Und ansonsten fleißig Daumen drücken!

11März
2017

Las Vegas - Band Travel

I survived it: one week Las Vegas with the amazing SDSU Pep Band, with great Basketball games, long nights, huge and crazy casinos, lots of fast food and a couple of beers...

 

Montagmorgen war es dann so weit: Abfahrt mit der Pep Band zur Basketball Mountain West Championship in Las Vegas! Das erste Spiel hatten wir gleich am Montag Nachmittag. Allerdings hat das Women's Team verloren und ist also gleich in der ersten Runde ausgeschieden, sodass wir bis Mittwoch Abend erst mal frei hatten um Las Vegas auf den Kopf zu stellen! Das Reisen der Band wird übrigens sogar von der Uni bezahlt, sodass wir sehr komfortabel untergebracht waren und sogar noch ein tägliches Taschengeld bekommen haben.

Tja, was macht man eine Woche in Vegas? Natürlich haben wir ein bisschen gezockt, am Ende lief es bei mir auf 0 hinaus. Mal ein bisschen gewonnen, mal verloren. Aber es geht auch mehr um den Fun im Casino, den Nervenkitzel wenn man sein Geld setzt, oder auch nur um die Leute zu beobachten die hunderte von Dollars innerhalb weniger Minuten verzocken oder auch gewinnen. Ziemlich verrückt!
Ansonsten haben wir uns natürlich viel angesehen, was Las Vegas hier so zu bieten hat. Die Casinos alleine sind meistens schon rießige Resorts, wo es viel zu entdecken gibt und man sich regelmäßig verläuft. Zudem gibt es die ganzen Sehenswürdigkeiten, die hier nachgebaut wurden: der Eiffelturm, der Arc de Triomphe aus Paris, das Empire-State Building, Venedig, das Hofbräuhaus, der schöne David aus Florenz, das London Eye-Riesenrad, der New York Rollercoaster, Pyramiden, Piratenschiffe, das Schloss vom Excalibur Casino, usw ... Wir waren also viel auf Achse!

Wenn man dann noch ausgiebigen Lunch und Dinner-Breaks mit einplant (oder sich sogar eines der Buffets in den Casinos gönnt) und das ein oder andere Bier, Liveshows oder Roomparty mit Bierpong und co, vergeht die Zeit tatsächlich wie im Flug. Mein Uni-Zeugs hatte ich also mehr fürs gute Gewissen dabei ...

Das klingt jetzt so, als wäre ich nur zum Urlaub machen in Vegas gewesen, aber das Wichtigste waren natürlich die Spiele!! Das spannendste Spiel, das ich bisher gesehen hab, hatten wir wohl am Mittwoch Abend: mit einem 35-14 Rückstand zur Halbzeit, schien das Spiel eigentlich schon so gut wie verloren und wir dachten schon, dass wir unsere Koffer packen können. Doch mit einer unglaublichen zweiten Halbzeit haben die Aztecs das Spiel tatsächlich noch gedreht und in der Verlängerung gewonnen! Wir haben natürlich fleißig angefeuert, sodass ich am nächsten Tag fast keine Stimme mehr hatte ...
Donnerstag Abend war dann ein sehr schweres Spiel gegen den dritten in unserer Liga (wir sind Platz 6), das wir aber dominierend gewonnen haben. Leider war gestern Abend gegen Colorado State Schluss. Obwohl wir über weite Strecken vorne lagen (36-30 zur Halbzeit), mussten wir uns am Ende doch geschlagen geben.

Es war also wohl das letzte Mal, das ich zusammen mit der Pep Band gespielt habe, das letzte Mal beim Basketballspiel und das letzte Mal den Aztec Fight Song (den ich während meiner Zeit in der Band gefühlte 100 Mal gespielt habe). Fast ein bisschen Abschiedsstimmung für mich also, und ich werde es sehr vermissen vor so einer Kulisse zu spielen! Aber was gibt es besseres als so eine Saison mit einem genialen Turnier in Las Vegas zu beenden? An awesome time with all my friends in the SDSU Pep Band!

 

05März
2017

Wildflowers in the Desert!

Der viele Regen im Januar und Februar hat Kalifornien natürlich sehr gut getan, sodass die anhaltende Dürre seit 3 Jahren zu überwunden sein scheint und die Wasserspeicher erst einmal aufgefüllt sind. Außerdem: die Wildflowers in der Anza-Borrego Wüste fangen zu blühen an!

Aber erst einmal der Reihe nach...
Letzten Mittwoch war schon das letzte Heimspiel der Basketballsaison, also auch das letzte Mal für mich in der großen Viejas Arena mit der Pep-Band! Wirklich eine unglaubliche Kulisse und ich hab jedes Spiel genossen. Ich werde es auf jeden Fall ziemlich vermissen... Aber der Höhepunkt der Basketballsaison steht diese Woche jetzt erst noch an: in ein paar Stunden geht's frühmorgens auf zum Tournament nach Las Vegas. Eine ganze Woche Basketball, Gambling und Party in Vegas, in der es heißt: Aztecs fight! (Eigentlich hätte ich natürlich ganz normal Uni die Woche, aber College-Sport hat hier in den USA eben einen besonderen Stellenwert)

Neben Volleyball und Whirlpool am Samstag, hab ich mich am Freitagabend auch mal wieder mit Paul getroffen. Der war in letzter Zeit mit einem Filmprojekt ziemlich busy. Umso mehr gab's also zu quatschen, und bei Schokotorte und Schwarzwälderkirschtorte klappt das noch viel besser!

Heute am Sonntag haben wir uns dann zu viert in die Wüste aufgemacht: Anja, Tyler, Nelson und ich (die beiden sind Kumpels aus der Uni). Die Wüstenblumen waren zwar noch nicht alle am Blühen, sodass wir für einen großen Blumenteppich in der Wüste noch etwas zu früh dran waren, aber es war trotzdem sehr grün und überall bunte Blumen und blühende Kakteen. Ich war ja letztes Jahr schon einmal mit den Norwegern in der Anza-Borrego Desert und der Unterschied jetzt war schon sehr deutlich zu sehen. Der Weg zur Palmen-Oase in der Wüste wurde sogar richtig nass: wo letztes Jahr noch trockener karger Fels war, schlingelte sich jetzt ein Fluss mit kleinen Wasserfällen durch den Canyon! Immer wieder mussten wir über den Fluss hüpfen oder balancieren, sodass sich Nelson dann doch noch irgendwann einen nassen Fuß abgeholt hatte. Kurzerhand hat er dann einfach gleich beschlossen unter dem Wasserfall baden zu gehen. Baden in der Wüste also!

 

27Februar
2017

Klein ist die Welt ...

Anja und ich hatten bisher eigentlich schon recht fleißig Besuch bekommen und einige weitere Gäste stehen für die nächsten Wochen noch im Kalender, aber letzte Woche haben wir ganz spontan und zufällig zwei weitere Gäste bei uns aufgenommen ...

Am Donnerstag Abend hatte ich eine Mail über den Verteiler von der Studienstiftung von einem Stipendiaten bekommen, der zusammen mit seinem Kumpel eine Bleibe für zwei Nächte sucht. Erprobt und bestens ausgestattet für Besucher haben Anja und ich also spontan die zwei bei uns aufgenommen. Eigentlich kannte ich Lukas und Andreas nicht... Dachte ich zumindest! Ein absolut verrückter Zufall, denn ich war mit Andreas zusammen in Ecuador am Reisen! Und das vor 5 Jahren! Umso witziger und kurioser war also unser Zusammentreffen, das wir am Freitagnacht dann auch gleich in Latino-Manier in Tijuana in Mexiko gefeiert haben. Zusammen mit einem großen Couchsurfing-Event von über 20 Personen war es eine lange mexikanische Nacht ... umso schwerer fiel das Aufstehen in der Früh, Lukas und Andreas zogen am Samstag dann weiter nach Las Vegas. So klein ist also manchmal die Welt und so viele Zufälle und tolle Momente erlebt man, wenn man ein bisschen spontan ist (und um die Welt reist)!

Nachdem ich die beiden am Samstag dann am Busbahnhof abgeliefert hab, ging es erst mal noch fleißig zum Laufen. In zwei Wochen ist schließlich schon der Halbmarathon. Außerdem muss man gutes Wetter und Sonnenschein zur Zeit auch ein bisschen ausnutzen, denn am heutigen Rosenmontag (den es hier natürlich nicht gibt) hat es den ganzen Tag in San Diego geschüttet. Wenigstens weiß ich mittlerweile wann der kostenlose Shuttle-Service im Wohnheim nebenan fährt, aber nasse Schuhe und Hose konnte ich mir heute doch nicht ersparen ... Die versprochenen 3 Regentage im Jahr in San Diego, sind mittlerweile schon 2-3 Wochen Regen!!

Na gut, vielleicht ist es Jammern auf hohem Niveau, denn immerhin war am Samstag das Wetter noch gut genug, sodass wir auf Kens Geburtstagsparty noch fleißig Volleyball spielen konnten. Nass wurden wir dann zwar trotzdem noch, aber das ist bei einem heißen Whirlpool mit kühlem Bier dann schon ok!

Fasching gibt es hier übrigens nicht, da musste ich mich neidisch mit den Bildern vom Unsinnigen Donnerstag in Spalt begnügen. Viel Spaß euch zu Hause also am heutigen Faschingsdienstag! Spalt ahaa!!

27Februar
2017

uulm2usa

Heute mal nur ein kleiner Link zum Blog-Eintrag auf dem Uni Ulm Blog des USA-Austauschprogramms. Dieses Wochenende waren Anja und ich dran und haben über unsere letzten Monate hier berichtet:

https://uulm2usa.wordpress.com/

Eigentlich gibt's auch noch einiges vom Wochenende und den letzten Tagen zu erzählen. Das hohle ich demnächst mal nach. Gute Nacht!

20Februar
2017

San Diego and other stories ...

Viele verschiedene Dinge waren die letzten Tage bei mir so los. Ich muss also noch ein bisschen Erzählstoff nachholen:

San Diego Sockers
Anstatt Basketball hatten wir letzten Donnerstag mit der Pep Band für einen Gig bei den San Diego Sockers, dem Fußballteam hier in San Diego. Es war allerdings ein Hallenfußballspiel, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Normalerweise wir die Arena zum Eishockey genutzt, aber für Hallenfußball wird darüber dann einfach ein Boden mit Kunstrasen gelegt. Es war auf jeden Fall ein abwechslungsreicher Gig und es war cool dabei zu sein!

It never rains in Southern California ...
dachte ich zumindest und am Freitag wollte Tamina aus Sacramento zu Besuch fürs Wochenende herunterfliegen. Wegen heftigem Regen und Unwetter (vielleicht habt ihr das sogar in Deutschland mitbekommen) wurden allerdings alle Flüge nach San Diego gecancelt und unser Wochenende fiel sprichwörtlich ins Wasser. Im Übrigen hat es hier in San Diego zwar schon geregnet und ein bisschen gestürmt, aber so ein richtig heftiges Unwetter, wie zum Beispiel in LA war es bei Weitem nicht ... Nasse Füße hab ich mir trotzdem geholt!

Exploring San Diego
Am Samstag Abend war ich erst mit Nicole beim Thailänder (Steffi ist zur Zeit in Thailand und macht mich etwas neidisch) und anschließend noch ein paar Runden Bowlen im Bowling Center auf dem Campus. Alles was ein Student eben so braucht auf dem Campus ;)
Sonntag gings dann in der Früh zusammen mit Anja und Nick in den evangelischen Gottesdienst hier. Das stand schon länger auf unserer Liste. Protestantische Messfeiern sind ja sowieso etwas weniger förmlich, aber wenn der Pastor mehr wie ein Moderator wirkt und die Leute mit Starbucks-Bechern anmarschiert kommen, ist es schon eine etwas "andere" Art hier Gottesdienst zu feiern. Das ist natürlich von Kirche zu Kirche, und Gottesdienst zu Gottesdienst unterschiedlich. Ich bin mir sicher man würde hier auch die ultra Konservativen finden, wenn man unbedingt will... Anschließend haben wir zu viert ein bisschen das doch nicht allzu schlechte Wetter San Diegos ausgenutzt und waren den ganzen Tag auf Achse!

Mount Soledad
Heute nachmittag hab ich mir dann auch noch mal ein bisschen frei genommen, um die Sonne zu genießen und mit Markus den Mount Soledad in La Jolla zu besteigen (oder eigentlich zu befahren...). Das ist der höchste Punkt von San Diego und von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf die ganze Stadt im Süden. Zusammen mit Meer und Sonnenuntergang ein herrlicher Ausblick! Leckeres asiatisches Essen macht den Feierabend dann perfekt. Good Night!

13Februar
2017

Tijuana Night

Neben Uni, Masterarbeit, viel Lauftraining und Basketballspielen darf die ein oder andere Nacht, wo man auf Achse ist natürlich nicht fehlen ...

Am Samstag ging's zusammen mit Nicole und einer ganzen Gruppe von ihren Tijuana-Freunden über die Grenze nach Mexiko, auf nach Tijuana! Nicole ist Schweizerin, ist bei einer von Anjas Vorlesungen im Kurs und seit diesem Semester an der SDSU. War also ein buntgemischter lustiger Haufen und eine lange Nacht durch einige Kneipen von Tijuana. Wir haben nachts dann sogar noch Edson getroffen, der zusammen mit allen anderen Nicole und mich beim Karaoke anfeuern durfte. Es war übrigens Helene Fischer ...
Auch wenn es von uns doch ein kleines Stück bis nach Tijuana ist (ca 25 Meilen), war es trotzdem jede Reise wert. Nicht nur weil alles ein bisschen lockerer zu geht und nicht schon um 2 Sperrstunde ist wie in San Diego, sondern auch weil alles sehr viel günstiger ist. Ein Bier in San Diego sind zum Beispiel 6$ und in Tijuana vielleicht 1.50$. Da kann man sich sogar mal Shots mit Feuereinlage für 2$ leisten :D

 

Trotz kleinen Augen am Sonntag war ich nach dem Basketballspiel nachmittags noch am Lake Murray bei uns in der Nähe hier laufen. San Diego hat also nicht nur Meer und eine schöne Bay-Area sondern auch ein paar Seen. Toll zum Laufen!

Außerdem wurden am Sonntag auch die letzten Klöße gekocht cry vielleicht muss ich noch mal in den Aldi-ähnlichen Supermarkt schauen, ob es da nicht doch Klöße gibt... Wenn nicht muss ich wohl weiter bei dicken amerikanischen Burgern und mexikanischen Tacos bleiben! Immerhin ...

06Februar
2017

Sports and Beer!

Sports and Beer trifft es wohl ziemlich gut für die letzten Tage!

Sports vor allem, weil ich mich langsam ein bisschen strikter an meinen Trainingsplan halten muss: in 5 Wochen ist schon der Halbmarathon hier in San Diego. Also ging es mit Anja zusammen fleißig laufen am Strand. Am Samstag stand dann auch mal wieder Volleyballspielen bei Ken auf dem Programm. Bei Beachvolleyball im Sonnenschein, Flip-flops, Shorts und Whirlpool für den kühlen Abend könnte man fast vergessen, dass es ja eigentlich noch Winterzeit ist... Noch aufgeheizter wurde die Winterzeit dann natürlich am Sonntag: der 51. Super Bowl, das Finale der amerikanischen Football-League NFL! Auch wenn Anja, Nick und ich alle drei nicht allzu große Football-Fans sind, hatte uns Nick trotzdem zu sich nach Hause eingeladen. Den Super Bowl durften wir schließlich nicht verpassen!

Und es hat sich auch vollends gelohnt: in einem spannenden Match haben die Patriots (New England) in der Verlängerung noch die Falcons (Atlanta) mit 34:28 besiegt, obwohl es die Falcons zur Halbzeit mit 3:28 führten und scheinbar schon den Sieg in der Tasche hatten. Eine pompöse Lady Gaga Halbzeit Show und das ein oder andere Bier rundeten das ganze dann ab.

Sportlich ging es auch heute am Montag weiter und das bereits gleich an der Uni: normalerweise ist mein 4-stündiger Tutoriums-Marathon ohne Pause am Montag schon anstrengend genug. Heute durfte ich allerdings sogar noch früher anfangen, da ich den Prof in der Vorlesung vertreten musste. Dafür auch mal ein tolles Gefühl tatsächlich eine Vorlesung zu halten! Beim Raquetball haben Anja und ich uns dann abends vollends ausgepowert. Raquetball ist ähnlich wie Squash aber doch ganz anders. Zurück in Deutschland hoffe ich trotzdem nicht vollends beim Squash abgeschossen zu werden ... Ein guter Burger mit einem Pitcher Bier zusammen mit Anja, Nick und einer Freundin Nicole war also heute durchaus der verdiente Lohn!

Apropos Bier und gutes Essen: vergangenen Freitag waren wir hier in San Diego deutsch essen im Kaiserhof Biergarten. Das Essen war wirklich überraschend gut und ziemlich typisch deutsch: Sauerbraten, Schnitzel, Gegrilltes Hähnchen, Spätzle, Semmelknödel, Blaukraut, Linsensuppe und gutes deutsches Bier.

Da kommen dann doch ein bisschen Heimatgefühle auf. Umso besser, dass in meinem verspäteten Weihnachtspaket auch Kloßteig dabei war, also wurde am Sonntag gleich nochmal deutsch aufgekocht.

Deutsches Essen (am besten von Oma oder Mama) ist definitiv etwas, das man nach längerer Zeit doch ein wenig vermisst. Also bis zum Sommer: Kartoffeln für Klöße im Keller aufheben und Bier kühl stellen!

01Februar
2017

Potato Chip Walk

Natürlich gibt es noch ein bisschen was vom Wochenende zu berichten: Nachdem Timo mich schon im Oktober einmal besucht hatte, war er dieses Wochenende noch einmal zu Besuch bevor es für ihn in 2 Wochen wieder zurück nach Spalt geht.

Den Samstag haben wir mit Aztec Basketballpower bestens genutzt, um den College-Sport an der SDSU von der schönsten und spannensten Seite kennenzulernen. Bisher auch für mich eines der besten und spannendsten Spiele, auch wenn die Aztecs sprichwörtlich in der letzten Sekunde noch mit 77 zu 76 verloren haben.
Aufgeheizt vom Basketballspiel ging es dann gleich weiter zu Ken, wo wir in seinem Resort noch im Whirlpool entspannt haben und die aufgeheizten Köpfe mit dem ein oder anderem kühlen Bier abgekühlt haben.

Am Sonntag haben wir uns dann zu sechst zum Wandern aufgemacht zum Potato Chip Walk hier in der Nähe von San Diego. Unser Auto wurde also mal (fast) voll geladen. Der Hike stand bei Anja und mir schon länger auf der To-Do Liste und ein perfekter Januartag mit blauem Himmel, Sonnenschein und über 20 Grad war dafür bestens geeignet! Sogar Edson aus Tijuana (mit mexikanischer Pünktlichkeit) hat sich dafür auf den Weg gemacht - denn ja, noch kommt man relativ problemlos über die Grenze. Der Potato Chip Walk ist besonders beliebt wegen eines Felsvorsprungs am Gipfel des Mount Woodson. Schwindellose können hier tatsächlich auf einem PotatoChip-Felsvorsprung balancieren:

Aber auch schon unterwegs durften wir ein tolles 360° Panorama genießen mit einem entfernten Blick auf Downtown San Diego, die umliegenden Berge und das Meer. Das ist das Schwitzen dann allemal wert!
(Hier im Hintergrund übrigens nur der Lake Poway, nicht das Meer)

Timo musste dann am Sonntag wieder zurück, ich werd ihn wohl erst wieder in Spalt dann treffen.

Aus Spalt ist diese Woche auch noch ein verspätetes und schon verschollen geglaubtes Weihnachtspaket angekommen. "Leben wie Gott in Deutschland" war das Motto - um mir Deutschland ab Sommer schon mal wieder ein bisschen schmackhaft zu machen. Dankeschön!

 

24Januar
2017

Back to Work...

Nach fast einem Monat des Reisens ging vergangenen Mittwoch wieder der Alltag los: zurück an die Uni!

Back to Work ... Auch wenn man vielleicht anfangs noch ein bisschen nach der Motivation suchen muss, ist es doch wieder schön zurück in San Diego zu sein und einen etwas geregelteren Alltag zu haben. An der Uni muss ich dieses Semester ein Seminar und zwei Vorlesungen belegen, wobei ich mich für STAT 701: Monte Carlo Methods und STAT 702: Data Mining entschieden habe. Nach einer Woche geht es zwar noch eher gemächlich zu an der Uni, aber trotzdem gibt es schon ein bisschen was zu tun. Vor allem research und Masterarbeit müssen langsam ein bisschen vorangetrieben werden. Im Mai ist schließlich schon Graduation also muss die Masterarbeit im April fertig sein.
Da ich also derzeit einen Großteil meiner Zeit mit der Masterarbeit verbringe, vielleicht auch mal kurz und halbwegs verständlich was ich denn da so mache: Meine Masterarbeit schreibe ich in Statistik im Climate Research Bereich. Mittels eines statistischen linearen Models erstelle ich dabei Prognosen beziehungsweise Rekonstruktionen von Temperaturdaten. Aufgrund von wenigen Daten versucht man dabei gute Prognosen für den gesamten Globus zu erstellen. Das schaut dann ungefähr so aus:

Oben also das Bild mit den wenigen Daten, die man hat, und unten meine Reconstruction. Das ist jetzt ein Plot für Dezember 1997, ein Jahr wo man weiß, dass der El Niño Effekt sehr ausgeprägt war. Und das zeigt auch die Reconstruction: eine große V-förmige warme Fläche am Äquator über dem Pazifik und ein warmer Winter in Nordamerika. Das kann man natürlich dann vergleichen und alle möglichen tollen Sachen mit dem linearen Model anstellen. Lange Rede, kurzer Sinn: das Bild zeigts hoffentlich auch für fachfremde Menschen ganz gut, dass ich hier an der SDSU tatsächlich mal sehr angewandte Dinge mach!

Back to Work heißt natürlich auch wieder Tutorien als Teaching Assistant geben. Glücklicherweise bin ich wieder für Calculus 3 mit dem gleichen Professor wie letztes Semester angestellt. Weniger Arbeit also, und ich weiß, wie der Hase läuft. Mittlerweile habe ich auch die Evaluierung meiner Tutorien vom letzten Semester erhalten. Das war sehr witzig, die Kommentare dazu durchzulesen. Die meisten sind super positiv und zufrieden und ein kleines best-of will ich euch nicht vorenthalten:

What were instructor's strengths?

  • Stefan was great at explaining concepts, better than the actual instructor. I would of rather had him teach the course if i was being honest. He explained things conceptually and applied it in a timely manner. I honestly probably learned 95% of the subject from him.
  • Knew the material backwards and forwards
  • Everything, he is probably the only reason I pass this class
  • best math teacher I've ever had
  • Very enthusiastic lectures.
  • Way Better than the actual teacher. Anything learned in the class was because of Stefan and not the teacher.
  • None
  • I don't know

What could be improved?

  • None he is perfect
  • switch him with the main professor.
  • He did a wonderful job, he doesn't need any improvement
  • Not at 8 AM.
  • everything and anything can improve this course

Aber jetzt genug gelobt (oder geschimpft) laughing...

Back to Work heißt natürlich auch: Back to the Basketball-Season! Mit der Pep-Band haben wir schon ein paar Januar-Spiele hinter uns und morgen unterstütz ich mal wieder die Band beim Frauenbasketball. Langsam geht's auch aufs Ende der Saison zu: im März steht das große Mountain-West Tournament in Las Vegas an, wo ich hoffentlich mit der Pep Band für eine Woche mit nach Las Vegas reise!

Soviel zu den Alltags-News aus San Diego. Take it easy guys!

 

17Januar
2017

#8: Ecuador

Auf mein letztes Reiseziel habe ich mich wohl mit am meisten gefreut: Nach 5 Jahren ging es für mich endlich mal wieder zurück nach Quito, Ecuador!

Ecuador
Mit so vielen alten Erinnerungen, Freunden und Familie aus meiner Zeit in Südamerika hat es sich fast wie nach Hause kommen angefühlt. Für eine Woche habe ich also meine alte Gastfamilie besucht, von denen ich gleich wieder wie ein verlorener Sohn beziehungsweise großer Bruder aufgenommen wurde und sogar mit einem kühlen deutschen Bier am Flughafen empfangen wurde. Nach vielen verschiedenen Reisestopps hatte ich mir für Quito gar nicht mehr so viel vorgenommen, das ecuadorianische Leben und Essen genießen und ein bisschen alte Freunde besuchen. Mich hat dann leider eine kleine Grippe erwischt, sodass ich alles noch etwas gemütlicher anging und einfach nur eine tolle Woche in Quito und mit meiner Familia ecuatoriana hatte!

Verglichen zu vor 5 Jahren hat sich die politische Lage in Ecuador um einiges verschlechtert. Es hat sich eine große Opposition gebildet, die den korrupten Präsidenten Correa loswerden will. Ecuador wählt nämlich am 19. Februar. Innerhalb der letzten 5 Jahre hat die Arbeitslosigkeit stark zugenommen, dafür gibt es kaum noch Investitionen aus dem Ausland und viel (korruptes) Geld ist in die Taschen der Correistas geflossen. Ecuador hat noch den Vorteil den US-Dollar als Währung zu haben, sonst würde es hier ähnlich traurig wie in Venezuela aussehen. Obendrein wurde Ecuador letztes Jahr von einem der stärksten Erdbeben erwischt. Man kann gespannt sein, wie die Wahlen im Februar ausgehen...

09Januar
2017

#7: Miami

Während Steffi wieder zurück nach Deutschland flog, ging es für mich für einen kurzen Zwischenstopp mit Ulmer Freunden nach Miami: Marius aus Syracuse, Asterix aus Binghampton, und Viet und Albert aus Milwaukee.

Miami
Miami bot sich bestens als Zwischenstopp auf dem Weg nach Ecuador an. Zumal fühlte man sich hier mit einem Latino-Anteil in der Bevölkerung von um die 70 Prozent sowieso schon ein wenig wie in Lateinamerika. Auch wenn ich nur eine Nacht in Miami verbracht habe, glaube ich die Stadt doch ganz gut kennengelernt zu haben. Das liegt vor allem auch daran, dass meine Ulmer USA-Kollegen schon ein paar Tage eher angereist waren und mir so die besten Seiten Miamis zeigen konnten. Besonders sehenswert ist natürlich der Miami Beach, ein breiter weißer Sandstrand, der sich auch bestens zum morgendlichen Frühsport eignet.

Das Wiedersehen mit den Ulmer Kollegen musste natürlich auch gebührend gefeiert werden. Da hat man dann wieder das Gefühl, die Welt wäre gar nicht so groß, wenn man an den verschiedensten Ecken der USA auf Ulmer Freunde trifft. Eine witzige und verrückte Nacht!

06Januar
2017

#6: Hawaii

Ins neue Jahr starteten Steffi und ich mit der Kirsche auf dem Sahnehäubchen des Reisens: Hawaii!

Big Island
Hawaii besteht aus mehreren Inseln und ist der südlichste Bundesstaat der USA. Trotzdem fühlt man sich aufgrund der Aloha-Kultur schon fast wie in einem anderen Land. Wir hatten uns für Big Island entschieden, da es dort einfach so viel zu sehen gibt: einen aktiven Vulkan mit Lavaspektakel, große Berge, tolle Wandermöglichkeiten, weiße schwarze und grüne Strände und versteckte Buchten zum Schnorcheln. Und wir haben tatsächlich ziemlich viel von Big Island gesehen! Es war also weniger Faulenzen angesagt, sondern vielmehr sportliches Erkunden der Insel. Wir waren am Schluss sogar fast ein bisschen schockiert, dass wir noch einmal fast 1000 Meilen mit dem Mietauto auf Big Island unterwegs waren. "Big" passt also ziemlich gut für die Insel.

Ein absolutes Highlight war es den aktiven Vulkan zu sehen mit dem rauchenden Krater, wo man hin und wieder auch ein bisschen Lava blubbern sieht. Die anschließende Wanderung führte uns durch Regenwald hinab in den ausgekühlten Nachbarkrater und vorbei an rauchenden und dampfenden Stellen des Vulkans und sogar durch eine Lavaröhre, eine röhrenartige Höhle die der Lavafluss hinterlassen hat. Ganz besonders war vor allem die Stelle am Meer wo der Lavafluss ins Wasser trifft und ein einzigartiges Naturspektakel bereitet. Wir waren bei Sonnenuntergang zum Lava-Viewing dort, sodass wir die glühende Lava auch noch bei Dunkelheit bestaunen durften. Anschließend sind wir sogar noch zu zweit mit Stirnlampen über das Lavafeld gewandert und haben bei Dunkelheit direkt über dem Lavastrom gesessen und mit Sitzheizung den Sternenhimmel bestaunt!

 

 

Aber auch die traumhaften Strände Hawaiis machen die Insel zu einem ganz besonderen Urlaubsziel. Neben heiß umkämpften Skipbo-Duellen am Strand waren wir auch fleißig Schnorcheln, haben unzählige buntschillernde Fische und Korallen bestaunen dürfen und sogar über und neben einer Delfin Herde von 15-20 Delfinen schnorcheln können. Besonders gut hat uns der Black Sand's Beach gefallen, wo man im feinen schwarzen Lavasand unter Palmen liegt und im Wasser mit den riesigen Meeresschildkröten schnorcheln kann. 

Zusammen mit Wasserfällen und der üppigen Regenwaldvegetation war das wirklich ein ganz besonderer Trip!

   

29Dezember
2016

#5: Bryce Canyon

... nachdem wir schon Schnee und Kälte aus dem Grand Canyon gewöhnt waren, wurde das bei -20°C und deutlich mehr Schnee noch einmal getoppt:

Bryce Canyon National Park
Man könnte denken, vielleicht wird es irgendwann langweilig durch die Nationalparks zu ziehen. Doch wirklich jeder Nationalpark war wieder ganz anders und einzigartig, das gilt ganz besonders für den Bryce Canyon. Bei -20°C waren wir schon ganz früh auf den Beinen, um den Sonnenaufgang über den verschneiten Türmen des Bryce Canyons zu bestaunen, und das war es wirklich wert! Den ganzen restlichen Tag haben wir ausgiebige Wanderungen durch die wunderschöne verschneite Landschaft unternommen, sodass es einem dann doch ein bisschen warm wird. Von der Landschaft mit den unzähligen Türmchen hat der Bryce Canyon mich sehr an das Valle de la Luna in Chile erinnert, und Steffi ein bisschen an Kappadokien. Ein wunderschöner Tag!

    

28Dezember
2016

#4: Antelope Canyon & Horseshoe Bend

... nach #3: Grand Canyon war unsere nächsten zwei Stops:

Antelope Canyon
Ganz anders als Grand Canyon und Death Valley präsentierte sich der im Vergleich dazu kleine Antelope Canyon, der auch nur mit einer Tour der local Navajos besichtigt werden konnte. Aber das Farbspektakel (das im Sommer sogar noch beeindruckender sein soll), war es auf jeden Fall wert. Durch sinnflutartigen Regen und Wüstenwind hat sich dort ein einzigartiger Canyon geformt, sodass man sich fast ein bisschen wie auf einem anderen Planeten fühlt. Einziger Minuspunkt: es ist eng im Canyon und man wird von den vielen Menschen fast ein bisschen durchgedrückt. Aber trotzdem wunderschön!

... und der zweite Stop:

Horseshoe Bend
Ein typisches Fotomotiv vom Colorado-River, der hier eine Art Horseshoe - also ein Hufeisen - herausgefräst hat. Das durfte natürlich auf unserem Roadtrip nicht fehlen, sodass wir hier die Aussicht und unser Lunch-Paket genossen.

27Dezember
2016

#3: Grand Canyon

... nach #2: Death Valley National Park, haben wir nochmal eine Nacht in Las Vegas eingelegt, bevor es für Arne und Ellen nach San Francisco ging und für Steffi und mich mit dem dritten Auto unseres Roadtrips zum ...

Grand Canyon National Park
Unser drittes Auto des Roadtrips, ein zuverlässiger Toyota-Schlitten, brachte uns schließlich zum verschneiten und kalten Grand Canyon. Die meisten Bilder kennt man wohl nur bei 30° C mit Shorts und T-Shirt. Bei uns war eher Schal, Mütze und Schneemann-Bauen angesagt. Aber umso spektakulärer war die Aussicht über den verschneiten Grand Canyon! Und wenn man ein bisschen durch Schnee und Eis den Canyon hinunterschlittert, verschwindet auch langsam der Schnee. Gibt es einen schöneren Ort für einen Lunch-Break?

   

Eines der Highlights war mit Sicherheit der Sonnenuntergang am Grand Canyon, der den ganzen Canyon in ein tolles Licht tauchte.

 

26Dezember
2016

#2: Death Valley National Park

... nach #1: Las Vegas, folgt ...

Death Valley National Park
Mit einem roten Cabrio-Flitzer ging es zusammen mit Arne und Ellen in den Death Valley National Park, dem tiefsten Punkt der USA mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel. Zu bestaunen gibt es dort eine einzigarte Mondlandschaft, die uns auch bestens von unserer Geologie-Studentin Ellen erklärt wurde :)

25Dezember
2016

#1: Vegas Baby!

Der Christmas-Break (der noch nicht zu Ende ist!) war auch ein kleiner Blogger-Break. Es gibt also einiges zu erzählen, eigentlich viel zu viel! Aber ein paar kurze Highlights von unserem Roadtrip will ich euch nicht vorenthalten!

Weihnachten in San Diego

Vegas Baby!
Nachdem wir zu viert (Steffi, Ellen, Arne und ich) ein schönes Weihnachtsfest mit Christbaum und Raclette in San Diego gefeiert haben, ging's zusammen weiter nach Las Vegas. Leider ist uns unterwegs ein Autoreifen um die Ohren geflogen, was sich letztendlich als größere Reparatur entpuppte, sodass wir beschlossen den Rest unseres Roadtrips mit einem (eigentlich zwei) Mietwagen zu bezwingen.

Aber erst mal Las Vegas:
Ja, Las Vegas ist verrückt, und Ja, es gibt überall Casinos und Ja, natürlich haben wir auch ein bisschen gezockt. Wenn man allerdings sieht was für Geldbeträge da über den Tisch gewandert sind, waren wir mit 50$ Einsatz jeweils noch sehr vorsichtig. Aber mein Statistik-Studium hat sich vielleicht doch gelohnt: ich hab meinen Einsatz immerhin verdreifacht! Gut vielleicht war es nur Glück, bei den anderen lief es nicht so gut ...

 

 

23Dezember
2016

Joshua Tree National Park and San Diego Zoo!

Vor Weihnachten haben Steffi und ich noch einen kleinen Camping-Trip in den Joshua Tree Nationalpark unternommen. Wir hatten zwar ein bisschen Pech mit dem Wetter (Regen in der Wüste!), aber es war trotzdem ein super Trip und wir haben viel gesehen. Kurz vor Weihnachten also die besten Urlaubsgrüße aus Kalifornien! Ein paar Bilder vom weltberühmten San Diego Zoo sind am Ende auch dabei. Das ist wirklich der schönste Zoo, den ich kenne. Ich hoffe ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest zu Hause! Wir feiern morgen zu viert hier in San Diego Weihnachten, vielleicht gibt's im nächsten Blogeintrag ein paar Bilder davon!

Merry Christmas!

 

Wie oft könnt ihr Steffi hier zählen?

 

Und hier noch die Bilder von unserem Ausflug heute in den San Diego Zoo, ein wirklich riesieger und wunderschöner Zoo! Bisher hatte ich dafür noch gar keine Zeit...

  

20Dezember
2016

Finals, Freunde, Fun!

Es weihnachtet auch in San Diego! Die letzten Finals hab ich noch gut hinter mich gebracht und mit einer Hütte voller Freunden kommt man auch sofort in Urlaubs- und Weihnachtsstimmung!

Heute halte ich mich mal eher ein bisschen kurz: am Montag und Dienstag hatte ich meine letzten zwei Finals, die auch hoffentlich recht gut gelaufen sind, und auch die Klausur meiner Studenten ist schon fertig korrigiert. Ab in den verdienten Urlaub also!

Es hat sich für mich sowieso schon ein bisschen wie Urlaub angefühlt, seitdem unser Luxus-Hotel mit Ulmer Gästen befüllt wurde. Steffi war die erste, die am Samstag angekommen ist, während Manu und Arne aus dem kalten Illinois am Sonntag dann auch für den Weihnachtsurlaub Richtung Kalifornien nach San Diego aufgebrochen sind. Ulmer Freunde, fertig mit den Klausuren, Sonnenschein, Urlaub und Weihnachten vor der Tür, was will man also mehr?

Den Rest erzählen die Bilder dann recht gut! Macht's gut ihr lieben und euch eine schöne Weihnachtszeit zu Hause!


Weihnachtsstimmung in San Diego:

Aber erst mal muss noch Klausur korrigiert werden...

... bevor man die Sonnenstunden in San Diego genießen kann!

13Dezember
2016

Endspurt...

Man könnte meinen ich werde ein bisschen faul mit dem Bloggen, aber keine Angst, es ist einfach nur viel los. Während dem Reisen versuch ich bestimmt ein bisschen regelmäßiger mich zu melden!

Endspurt trifft es hier in San Diego ganz gut: heute in einer Woche ist das erste Semester geschafft und das Haus auch schon voller Freunde, um Weihnachten zu feiern und die USA zu erkunden!

Was in der letzten Woche so los war? Natürlich ziemlich viel Uni, für meine TA Stelle müssen meine Studenten noch bestens versorgt werden, heute hab ich das letzte Projekt abgeschickt und am kommenden Montag und Dienstag stehen dann noch zwei Finals an. Alles in allem aber hoffentlich gut machbar, man war ja das ganze Semester über schon fleißig am Arbeiten und das Final zählt dann meistens auch nur ein Drittel der Note. Nebenbei musste ich auch zum dritten Mal (!!) meinen Reifen flicken ...

Außerdem war ganz viel Basketball angesagt übers Wochenende: am Freitag habe ich mal bei einem Basketballspiel der Frauenmannschaft in der Band mitgespielt, am Samstag hatten die Männer Spiel (ein richtig spannendes, knappes Spiel, das wir am Ende leider verloren haben...) und am Montag war auch schon das nächste Spiel. Es wurde also fleißig angefeuert und eingeheizt!

Außerdem leisten die Basketball-Mädels mir jetzt auch im Büro Gesellschaft:

 Während also die letzte Woche ziemlich vollgepackt mit Uni war, hatte ich mir ein (fast) freies Wochenende verdient: Sue aus Ulm war von Sonntag bis Montag zu Besuch, sodass wir zusammen noch ein bisschen San Diego unsicher gemacht haben und das "winterliche" Wetter am Strand genossen haben. Ich hoffe ihr friert nicht allzu sehr zu Hause ... Liebe Grüße aus San Diego!

 

04Dezember
2016

San Diego trägt Pulli...

2. Advent und auch hier wird es ein bisschen kälter! Zwar nicht wirklich winterlich aber ein bisschen herbstlich.

Der bunte Blick von unserem Balkon:

Wir genießen zwar tagsüber strahlenden Sonnenschein bei 20-25 °C, aber zumindest nachts wird es etwas frischer, sodass man sich auf ein warmes Bett freut!

Ansonsten gibt's die Woche über gar nicht so viel zu berichten:
Man merkt, dass es langsam aufs Semesterende zugeht, sodass es ein bisschen busy an der Uni wird. Neben letzten Homework-Assignments stehen Abschlussprojekte an und anschließend Finals. Wie gesagt, es ist alles etwas verschulter hier! Morgendlicher Frühsport am Strand ist da genau der richtige Ausgleich

Und nach langen Unitagen hat man sich natürlich auch was gutes zum Essen verdient: Am Freitagabend war ich bei Paul zum Dinner eingeladen und es hat richtig leckeres Essen gegeben! Bei gutem Essen und Weihnachtsliedern auf der Ukulele kommt man schon richtig in Weihnachtsstimmung. Auch unsere Wohnung wurde schon ein bisschen weihnachtlich dekoriert, mal schauen ob wir demnächst sogar noch einen Christbaum aufstellen. Mit leckerem Essen ging's auch am Samstagabend weiter: Anja und ich hatten Eileen, Sarah und Martin zum deutschen Abendessen eingeladen. Kürbissuppe, Schnitzel mit Spätzle, Champignonsoße und Gemüse und natürlich leckerer Nachtisch mit Obst, Brownies, Muffins und Eis! Da lässt sich ein (oder zwei) Tequila zur Verdauung nicht vermeiden ...

Allerdings gab's auch nicht so erfreuliche Momente diese Woche. Mein Fahrrad ist mit Sicherheit überhaupt nichts Besonderes, aber anscheinend konnte trotzdem irgendjemand meinen Vorderreifen gebrauchen ...

Naja, aber mittlerweile bin ich schon wieder mobil...

Übrigens waren Anja und ich diese Woche auch an der Reihe auf dem Ulmer USA-Blog aus San Diego zu berichten. Falls ihr also neugierig seid, klickt mal rein: https://uulm2usa.wordpress.com/

Einen schönen sonnigen zweiten Advent euch zu Hause!

27November
2016

Welcome to the East-Coast: #3 New York!

Last but not least: die Stadt der Städte hier in den USA - New York City! Mit rund 8.5 Millionen Einwohnern beziehungsweise knapp 19 Millionen in der Metropolregion, ist New York die größte Stadt der USA und einfach gigantisch! Alles ist hier eine Nummer größer, hektischer, teurer, ausgefallener, verrückter und bunter! 

Wir hatten unsere Reiseroute schon extra so gelegt, dass wir New York am Schluss erleben, sonst hätten Washington und Philadelphia wahrscheinlich wie kleine gemütliche Städtchen auf uns gewirkt. Schon auf der Busfahrt von Philadelphia nach New York mit viel Stau, Verspätung und Verkehrschaos konnten wir den Trubel erahnen der uns in New York erwartet. Den erlebten wir dann auch gleich live nachdem wir angekommen waren und uns durch das blinkende, laute New York, mit vielen hupenden Autos und den typischen gelben Taxis auf den Weg zu unserem Hotel im Herzen von Manhattan machten.
Obwohl es eigentlich schon recht spät war und jeder von uns ein bisschen müde war, waren Arne, Manu und ich einfach zu neugierig, um nicht gleich noch am selben Abend New York zu erkunden. Also ging es zu Fuß am Broadway entlang bis zum Times Square, wohl einem der bekanntesten Orte New Yorks, mit vielen blinkenden Werbeanzeigen und wo zu jeder Tages- und Nachtzeit immer etwas los ist. Der Times Square war wirklich sehr verrückt und wir waren uns alle drei einig nichts vergleichbares bisher gesehen zu haben ...

Mittwoch:
Am nächsten Tag war (wie jeden Tag) früh aufstehen angesagt, um noch einen der schönsten (kalten!) Sonnentage in New York bestens auszunutzen. Nach Bagels zum Frühstück stand das ganze Sight-Seeing Programm von Downtown Manhattan auf dem Programm: 9/11 Memorial, One World Trade Center, Wall-Street, eine Fahrt mit der Fähre vorbei an der Freiheitsstatue und gemütliches Schlendern über die Brooklyn Bridge hinüber in den anderen Stadtteil Brooklyn.
Das One World Trade Center ist mit 541 Metern das höchste Gebäude in New York und der westlichen Hemisphere und wurde 2014 fertiggestellt. Von hier oben hatten wir einen herrlichen Ausblick über ganz Manhattan und die Bay. New York hat wirklich unglaublich viele Wolkenkratzer, sodass selbst große Gebäude zwischen den vielen Gebäuden manchmal gar nicht so sehr herausstechen. Aber die bekanntesten konnten wir natürlich trotzdem erspähen: das Empire State Building, das Rockefeller Center, das Chrysler Building und das zweithöchste Gebäude New Yorks, ein langer Lauch in der Nähe vom Central Park.

Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 (9/11) wurden nicht nur die Twin Towers des World Trade Centers zerstört, sondern auch noch 5 weitere Gebäude zerstört, sodass hier eine große Fläche entstand, die wie mit dem neuen One World Trade Center neu bebaut wird. Ein Muss also, hinterher das 9/11 Memorial zu besichtigen. Das Memorial umreist die Grundrisse der ehemaligen Twin Towers und ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es war eine ganz besondere Stimmung hier: Die vielen Namen der knapp 3000 Opfer und Helfer zu lesen, die während den Anschlägen ums Leben kamen, und sich vorzustellen und zurückzuerinnern was für ein Chaos hier am 11. September 2001 geherrscht haben muss. Wenn man also zuvor diesen ganzen Trubel und die Menschenmassen hier in New York erlebt hat und sieht, wie sehr das Leben hier pocht, dann kann man wohl verstehen, wie sehr die Anschläge die USA im Innersten getroffen haben. 9/11 never forget!

Mit meinen drei Wirtschaftsmathematikern mussten wir natürlich auch den Finanzdistrikt und die Wall-Street erkunden. Ein Bild mit den Hoden des Wall-Street-Bullen haben wir dann aber doch nicht geschossen (im Gegensatz zu all den Asiaten).

Auf der anschließenden Fahrt mit der Fähre hinüber zur Staten Island konnten wir das herrliche Stadtbild von Downtown Manhattan umringt vom Wasser genießen und gleichzeitig die Freiheitsstatue zur anderen Seite bestaunen. Wir hatten also schon einen recht guten Blick auf die Statue of Liberty bekommen, weshalb ich gar nicht mehr extra die Touristen-Tour zur Insel mitgemacht hab.

Um die Ausblicke an diesem Tag perfekt zu machen, durfte ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge natürlich nicht fehlen: hier läuft man auf einem Holz-Steg in der Mitte der Brücke erhöht über dem normalen Verkehr und kann ein tolles Panorama auf New York bestaunen!

Ein vollgepackter Tag, und trotz U-Bahn läuft man jeden Tag in New York unglaublich viel! Unsere Beine brauchen nach diesem East-Coast-Trip jetzt dann erst mal ein bisschen Erhohlung... Nach einem Bier im Pub fielen wir also alle ziemlich müde ins Bett.

Donnerstag:
Wir mussten schließlich auch fit sein für den nächsten, ganz besonderen Tag hier in den USA: Thanksgiving! Es ist vor allem ein Familientag hier in den USA, wo man zusammen seinen Truthahn verspeist und dankbar ist für das, was man hat. In New York wird daraus vormittags aber natürlich trotzdem großer Trubel gemacht und eine riesige Thanksgiving-Parade mit gewaltigen Schwebeballons und großen Marching-Bands veranstaltet (ich hab es bis heute nicht so ganz verstanden, was das eigentlich mt Thanksgiving zu tun hat). In Theorie schaut die Parade ungefähr so aus:

Um hier allerdings keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: aufgrund von unzähligen Menschenmassen, Straßensperren mit Zäunen, Sandlastern und Müllautos und einem gewaltigen Sicherheitsaufkommen, haben wir es gar nicht so weit nach vorne geschafft, um wirklich etwas zu sehen (wir hätten uns schon gewaltsam durchboxen müssen...). Das meiste, was wir also von der Thanksgiving-Parade mitbekommen haben, waren viele, viele Menschen um einen herum.
Um dem zu entkommen, sind Marcus und ich Richtung Chinatown und Little Italy aufgebrochen. Hier wird besonders deutlich wie divers New York ist: schon beim Aussteigen in der U-Bahn sowie gefühlt im ganzen Chinatown-Viertel, waren Marcus und ich die einzigen Weißen zwischen den vielen Asiaten. Hier werden ausgefallene Gewürze, Süßigkeiten und asiatische Speisen auf den Straßen und in den Restaurants angeboten. Und oftmals ist vieles nur noch in chinesischen Schriftzeichen zu lesen. Wie eine andere Welt! 

 

Und wenn man die Straße kreuzt, ist man auch schon direkt im italienischen Viertel: Little Italy! Wo gerade noch der gebratenen Ente im Schaufenster der Kopf abgehackt wurde, taucht man auf der anderen Seite in die Welt von Gelato, Pizza, Pasta, Espresso oder auch Mafia ein: im 19. und besonders um 20. Jahrhundert gab es hier viele Bandenkriege (auch mit den Asiaten) und es wurden sogar einige Szenen von dem Film "Der Pate" in diesem Viertel gedreht.

Vieles war in Little Italy und besonders in Chinatown sehr viel günstiger im Vergleich zum Rest von New York. Und New York kann definitiv ein großes Loch ins Portmonaie brennen ...Mitunter ein Grund warum wir uns gegen ein überteuertes Truthahn-Menu entschieden haben und lieber ein richtig leckeres Bangladeschi-Restaurant ausprobiert haben! Das war so lecker, dass ich während der Woche insgesamt dreimal dort gegessen habe :)

Einen stilvollen Ausklang für Thanksgiving haben wir aber natürlich trotzdem erlebt: auf einer Rooftop-Bar mit Blick auf das Empire State Building, Weihnachtsdekoration und großem Christbaum!

(Black) Friday:
Diese Ironie gibt es wohl nur in den USA: Am Tag zuvor gibt man sich an Thanksgiving dankbar und bescheiden, für all das, was man hat, um am nächsten Tag sich in den absoluten Kauf- und Konsumrausch zu stürzen und kein Angebot zu verpassen... Deswegen heißt der Freitag nach Thanksgiving Black Friday, da hier der Einzelhandel große schwarze Zahlen schreibt.


Wir sind diesem Trubel zunächst einmal entgangen und haben uns auf Erkundungstour in den Central Park begeben. Arne und Manu zur Pokemonjagd zu Fuß und Marcus und ich zusammen auf dem Tandem! Außer einer kleinen Runde in Deutschland bin ich zuvor noch nie Tandem gefahren, Marcus ebenso wenig. Allerdings war Marcus der perfekte Steuermann und Strampler und wir hatten schon bald den Rhythmus raus!

Es war auch eine perfekte Art diesen riesigen Park im Herzen New Yorks zu erkunden, da wir ja sowieso schon jeden Tag viele Meilen zu Fuß zurücklegten. Obwohl es auch Ecken im Central Park gibt, wo etwas mehr los ist, kommt man hier wirklich zur Ruhe und kann die grüne Lunge New Yorks genießen! Eines meiner Highlights in New York!

Umso stärker war anschließend der Kontrast, wenn man sich mit in das Getümmel des Black Friday gestürzt hat. Die Kaufhäuser waren voll und die zentralen Straßen um den Broadway nur noch eine einzige Einkaufsmeile, wirklich verrückt! Außer ein paar Unterhosen wollte ich in diesem Trubel gar nicht mehr shoppen laughing

Freitag war auch schon der letzte Abend zusammen, da die drei Normal guys schon früh am Samstagmorgen zum Flughafen aufbrechen mussten. Ein oder zwei letzte Bier also, bevor ich zumindest Arne und Manu an Weihnachten wieder in San Diego treffe!
Es war eine super Reise mit den dreien, wir hatten viel Spaß zusammen, es gab viel zu quatschen und wir haben wirklich viel von den USA gesehen! Wir waren uns am Freitag Abend auch einig, dass wir nicht nur ein Highlight dieser Woche hatten sondern viele ganz verschiedene Eindrücke erlebt haben. Natürlich wurde dieser Kontrast am deutlichsten in New York! Danke Jungs für diesen mega Trip!!

Samstag:
Da mein Flug planmäßig erst am Samstagabend ging, hatte ich also den Tag über noch Zeit durch New York zu schlendern und doch noch ein bisschen zu shoppen. Da man am Samstag noch die komplett gleichen Deals wie am Black Friday erhält, hat es den Freitag für mich noch absurder gemacht. Warum stürzt man sich denn dann freiwillig in diese Menschenmassen, wenn man das gleiche auch ganz normal am Samstag bekommt? Die Thanksgiving-Deals sind tatsächlich sehr verlockend, meistens 50% auf den ganzen Einkauf! Ich hab selten so viel geshoppt und irgendwann musste ich einfach aufhören, da ich nur mit Handgepäck reise und das jetzt schon randvoll ist... Zwischendurch konnte ich also auch ein bisschen durch die Weihnachtsmärkte und Weihnachtsstände schlendern, sodass so langsam auch ein bisschen Weihnachtsstimmung bei mir aufkommt. Im warmen San Diego war das bisher noch nicht der Fall, aber bei großen Christbäumen, Schlittschuhfahrern, kaltem Wetter und Mütze, merkt man dann doch, dass es der erste Advent ist! Natürlich wird auch hier etwas über das Ziel hinausgeschossen mit Glitzerdekoration und bunten Lichtern an allen Ecken und riesigen Tannenbäumen. Den größten Christbaum meines Lebens mit 30 Metern hab ich vor dem Rockefeller Center bestaunt, obwohl er vor dem riesigen Hochhaus natürlich schon wieder gar nicht so groß wirkt.

 

Ein gemütlicher Tag für mich in New York zum Abschluss - dachte ich zumindest. Allerdings war mein Flug abends überbucht, sodass ich nicht mehr mit nach San Diego fliegen konnte. Aber wer beklagt sich schon bei einem komfortablem Hotelzimmer und einem Fluggutschein, der meine nächste Flugreise locker begleicht? Also noch eine Nacht in New York und jetzt sitze ich gerade im Flieger nach Phoenix, von wo aus es dann weitergeht nach San Diego!

Ich hoffe ihr hattet zu Hause einen schönen ersten Advent, vielleicht ja sogar mit guten Bratwürsten und Bockbier am Spalter Weihnachtsmarkt! Macht's gut!

 

22November
2016

Welcome to the East-Coast: #2 Philadelphia!

Von Washington DC ging es also weiter in die alte Hauptstadt vor der Gründung Washingtons: Philadelphia! Obwohl wir nachts ankamen, war der Unterschied zum aufgeräumten, sauberen Washington ohne Hochhäuser gleich zu erkennen: Philadelphia ist eine große City mit Wolkenkratzern (die 5. größte Stadt in den USA), viel Verkehr und auch dreckigen Ecken. Aber während unseres kurzen Philly-One-Night-Stands haben wir vor allem viel von den Anfängen der United States of America mitbekommen. Hier wurde die Unabhängigkeitserklärung verfasst und unterschrieben, sowie die Verfassung der USA. Ein sehr bedeutender Ort für die USA also! Wir waren natürlich auch in der Independence Hall, wo diese Dekrete verfasst wurden, und haben die Independence Bell bestaunt, die für die Amerikaner als ein besonderes Wahrzeichen den amerikanischen Freiheitsgedanken symbolisiert.

 

Hier wurde am 2. (!!) Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung von den ersten 13 Kolonien unterschrieben:

Benjamin Franklin:

Vielleicht erkennt jemand sogar die Stufen, die hier schon für die Thanksgiving Parade bunt bekleidet waren? Aus welchem Film kennt man die? (Ich hätte es auch nicht erkannt, wurde aber von Manu aufgeklärt...)

 

Ganz typisch ist für Philadelphia auch das Cheese Steak, das man hier unbedingt probiert haben sollte:

 

 

 

Mittlerweile sitzen wir schon im PeterPan-Bus nach New York City!! Let's explore the Big Apple!

21November
2016

Welcome to the East-Coast: #1 Washington!

Am Freitagabend startete für mich der Flieger von San Diego nach Washington DC - eine Woche Thanksgiving Break und Reisen an der Ostküste mit meinen Ulmer Freunden Arne, Manu und Marcus, die in Normal, Illinois, studieren! First stop: the US capital - Washington

Der erste Eindruck, wenn man aus San Diego an die Ostküste kommt, ist, dass alles sehr viel grüner oder mittlerweile auch bunter und herbstlicher ist. Der zweite Eindruck ist mit Sicherheit, dass es arschkalt ist! Obwohl wir hier in Washington bis auf einen Waschgang am Samstagabend sehr sonnige Tage abbekommen haben, sind wir durch den eisigen Wind schon eher zu Eiszapfen mutiert. Arne, Manu und Marcus waren mit Winterjacken aus Normal da eindeutig ein bisschen besser ausgestattet als ich das aus San Diego behaupten könnte...

Samstag, Sonntag und Montag haben wir also fleißig genutzt um Washington DC zu erkunden und viele bekannte Sehenswürdigkeiten aus nächster Nähe mitzubekommen. Natürlich hatten wir uns auch total viel zu erzählen, wie es jedem hier in den USA bisher so ergangen ist. Außerdem mussten wir auf Arnes Geburtstag am Samstag anstoßen, es war also ein perfektes Wiedersehen und wir haben eine super Zeit und Reise zusammen!

Washington hat uns allen richtig gut gefallen! Wir haben sehr, sehr viel Kulturprogramm in die 2 1/2 Tage reingepackt und viel von Washington gesehen. Es gibt hier natürlich sehr viel über die Geschichte des Landes, über die Politik, verschiedenste US-Präsidenten und die amerikanische Kultur zu erfahren. Das haben wir bestens ausgenutzt! Obwohl Washington DC Hauptstadt ist, kommt hier gar nicht so der hektische Großstadt-City-Trubel auf. Im Gegensatz zu großen amerikanischen Cities ist das Stadtbild eher von historischen Bauten, Museen und Gebäuden im antiken Stil geprägt. Das ist auch ganz bewusst so angelegt, da Washington als Planstadt und Hauptstadt um 1800 gegründet wurde.

Wir haben zwar nicht Trump oder Obama getroffen, aber dafür all die wichtigen historischen Präsidenten, vielleicht erkennt ihr ja den einen oder anderen auf den Bildern?

             

Eine kleine Flut an Bildern ...

Wir sind noch bis Samstag zusammen unterwegs und gerade im Zug auf dem Weg nach Philadelphia! Enjoying the East-Coast!!

13November
2016

Life still goes on

Auch wenn die Wahl vergangenen Dienstag sehr schockierend war und eigentlich alle Leute hier in Kalifornien und in meinem Umfeld sehr unzufrieden damit sind, irgendwie müssen sich die Amerikaner und auch die europäische Politik damit abfinden ... Das gute ist: in San Diego scheint weiterhin die Sonne! laughing

Fast bei jedem längeren Gespräch kam diese Woche immer wieder das Thema der Wahl am Dienstag auf. Es beschäftigt die Leute hier also auf jeden Fall... Aber jetzt heißt es erst mal abwarten, wie viel von der heißen Luft, die Trump im Wahlkampf abgegeben hat, entweder nur entweder nur zu Dampf verpocht oder tatsächlich zu beunruhigendem Rauch wird...

Für mich ging auf jeden Fall ganz normal der Alltag weiter, mit viel Arbeit an der Uni, Basketballspielen mit der Pep-Band, und ein bisschen Freizeitstress.

Basketball
Es macht wirklich super viel Spaß während den Spielen dabei zu sein und in einer so großen Arena zu spielen. Am Freitag war zum Beispiel ein richtig spannendes Spiel, wo die Aztecs im ersten Teil zurück lagen aber sich zurückgekämpft und verdient gewonnen haben! Mittlerweile kann ich natürlich auch die meisten Fan-Gesänge  auswendig und stimme mit lauter Kehle dazu ein oder hab meine Posaune in der Hand!

   

Uni
Diese Woche ist schon die letzte Woche vor dem Thanksgiving-Break nächste Woche, wo wir eine Woche frei haben :) Umso mehr steht noch auf dem Programm: meine Studenten haben diesen Mittwoch ihr 3. Midterm, das natürlich auch noch korrigiert werden muss; ich selber muss zur Zeit den Programmierteil meines eigenen Midterms bearbeiten, für das ich am Donnerstag Abend dann den schriftlichen Test habe; zudem müssen noch zwei Data Analysis Reports geschrieben werden; Hausaufgaben; und langsam muss man auch ein bisschen in die Gänge kommen für das Research-Projekt und die Masterarbeit. Klingt also nach ziemlich viel, und ist es leider auch! Aber da muss man nun mal durch ... Manchmal kann man wenigstens die Arbeit mit dem schönen Wetter verbinden:

Freizeitstress:
Da ich von Montag bis Freitag (zu) viele Stunden in der Uni verbracht habe, war das Wochenende umso mehr vollgepackt. Am Donnerstag ging's für den ersten Vorgeschmack auf's Wochenenden mit ein paar Couchsurfern zum Thursty Thursday, leckere Tacos und gutes Craft-Beer. Nach dem Basketballspiel am Freitag, bin ich am Samstagnachmittag zum Volleyballspielen und im Whirlpool bei Ken gewesen. Immer wieder eine Klasse Event! Außerdem ist eine Mediziner-Freundin aus Ulm, Jana, zur Zeit auf einer Konferenz in San Diego. Ich hatte Jana schon auf dem Auslandstreffen der Studienstiftung in Chicago getroffen, sodass wir uns natürlich auch gleich in San Diego verabredet haben. Schon toll wie klein die Welt manchmal wirkt, wenn man an den entferntesten Orten trotzdem noch Freunde von zu Hause trifft! Nach Tacos und ein paar Drinks in Ocean Beach ging's zusammen mit Ken und Kollegen von Jana ins Gaslamp Quarter in eine schicke Skybar. Ein wirklich witziger Abend!

Während also in Ulm fleißig auf dem Wima-Kongress gefeiert wurde, haben wir's uns am Samstagabend auch gut gehen lassen. Liebe Grüße an dieser Stelle an alle meine Ulmer Freunde zu Hause! Besondere Suffköpfe werden hier auch mal extra erwähnt:

 

Tide-Pooling:
Diesen Sonntag hat uns Anja's Professor und Advisor Joe zusammen mit seiner Frau Lez mit zum Tide Pooling genommen: Bei Ebbe kann man dort in den kleinen oder größeren Wasserpfützen (tide pools) so einiges entdecken. Joe und seine Frau sind beides Biologen und konnten uns deshalb wirklich viel zeigen. Ich hatte eigentlich nicht ganz so hohe Erwartungen und es mir eher wie Rumstochern im Dreck vorgestellt, aber wir haben wirklich viel gesehen und es war ein super Tag! Anemonen, kleine Seesterne, Krebse, verschiedenste Muschel- und Schneckenarten, Fische, einen kleinen Octopus und viele verschiedene Pflanzenarten. Ein Highlight war mit Sicherheit die Muräne, die wir auf der Jagd nach Fischen und einem kleinen Octopus bestaunen konnten. Selbst Joe und Lez hatten noch nie eine Muräne beim Tide Pooling zu Gesicht bekommen! Auch eine sea hare slug, eine Art große Wasserschnecke haben wir entdeckt, die ich sogar wie eine Art Haustier in meinen Händen gehalten habe. Selbstgebackenes gutes Brot hat den Tag dann perfekt gemacht!

08November
2016

It's Trump!

 

Unglaublich, schockierend, unverständlich, unbegreiflich ...

Man wusste ja schon, dass es wahrscheinlich knapp wird, aber ich wollte die Tatsache bis zum Ende nicht wahr haben: Amerika hat Donald Trump zum 45. Präsidenten gewählt!

Wie habe ich den Election Day erlebt? Ich bin schon ganz gespannt aufgewacht und tatsächlich hat sich viel den ganzen Tag um die Wahl gedreht. Während meiner Tutoring hours im Learning Center wurde schon morgens eigentlich nur über die Trump und Clinton geredet, viele Leute am Campus zeigten stolz ihre 'I voted'-Sticker (oder weil wir hier auch ein bisschen Latinos sind: 'Yo voté'), es gab sogar Wahllokale auf dem Uni-Campus und in meiner Abendklasse hat eigentlich keiner mehr richtig aufgepasst sondern eher die Zahlen der ersten Hochrechnungen verfolgt ...

Deswegen wollte ich auch unbedingt den Ausgang der Wahl in der Menge mit anderen Amerikanern erleben und bin mit Paul zusammen zur Viewing Party der Green Party gegangen. Da es eigentlich schon vor der Wahl feststand, dass Kalifornien demokratisch wählt, wurden die lokalen Resultate hier nicht mit ganz so viel Spannung erwartet. Umso spannender war es, wie langsam die Ergebnisse aus den anderen Staaten bekanntwerden. Man hat bei vielen ein bisschen die Fassungslosigkeit gespürt, machen war der Ausgang egal und viele haben überhaupt einfach darauf geschimpft, wie es sein kann das Hillary Clinton und nicht Bernie Sanders als Kandidat für die Demokraten antrat. Es war spannend das heut alles mitzuerleben und es bleibt bestimmt spannend die nächsten Tage!

06November
2016

Beach Weekend!

Bei sommerlich warmen 28° musste das Wetter dieses Wochenende nochmal ausgenutzt werden, denn auch in San Diego soll's irgendwann zumindest ein bisschen kälter werden. Entspanntes Strand- und Sommerprogramm also...

Deswegen halte ich mich mal eher kurz, allzu viel gibt's von einem Beach Wochenende auch nicht zu berichten, die Bilder zeigen ja das meiste wink: Volleyball mit Norwegern, Schweden und Deutschen; Chillen und Quatschen am Strand mit Anja und Nick; Whirlpool am Samstagabend mit Anja; Stand-Up Paddleboarding am Sonntag (hat super viel Spaß gemacht, ein cooler Sport!); Joggen um die Mission Bay (auch wenn ich nicht ganz soooo häufig dazu komme, wird mein Training für den Halbmarathon im März schon immer besser: 9 km - 40 Minuten)

Ansonsten ist diese Woche über jetzt sehr viel Programm, Basketballspiele am Montag und Freitag, Projekte an der Uni und vor allem natürlich: Election Day am Dienstag 8. November. Ich bin schon total gespannt darauf!!

 

Da er manchmal ein bisschen zu kurz kommt - aber uns die besten Dienste leistet - unser kleiner Gary: (ein kleiner Schluckspecht mit seinen 8 Zylindern, dafür aber geräumig und bisher sehr zuverlässig)

 

 

03November
2016

Pep Band rocks!

Ruhig und friedlich wirkt die Arena auf dem Campus im Sonnenschein, aber der Kessel tobt während den Basketballspielen!

Heute am Donnerstagabend war es endlich soweit: mit dem ersten Basketballspiel der Saison starten auch die zahlreichen Gigs mit der Pep Band! Und das verspricht auf jeden Fall ein großer Spaß zu werden!

Für meine Musikerfreunde zu Hause:
die Pep Band spielt hier an der San Diego State University bei den Basketballspielen in der Arena, die Platz für 12.000 Fans bietet. Wir sind meistens zwischen 40 und 50 Musikern, rund: 10 Posaunen, 10 Trompeten, 15 Saxophone, 8 Bassflügelhörner (Mellophone), Sousaphone, E-Bass und Schlagzeug. Das gibt einen ordentlichen Sound! (leider hatte ich heute meine Ohrenstöpsel vergessen...) Ich konnte mir auch ganz unkompliziert eine Posaune leihen, zwar kein Highend-Produkt aber es fetzt! Die amerikanische Nationalhymne kann ich auch schon fast auswendig. Euch zu Hause wünsche ich natürlich auch fetzige Proben und ein super Konzert, sodass sich das fleißige Proben auch lohnt :)

Obwohl es heute kein Spitzenspiel war und die Arena bei Weitem nicht ausverkauft war, war trotzdem super Stimmung! Der Studentenblock war nämlich voll, es war das erste Spiel der Saison und Studenten haben für die Spiele freien Eintritt. Das bringt den Kessel schon zum Beben!

 

Es hat auf jeden Fall mega Spaß gemacht und ist schon etwas ganz besonderes während einem Basketballspiel bei so einer genialen Kulisse zu spielen! Die Saison über sind es zwar schon einige Spiele, die meinen Terminkalender befüllen, aber das ist es allemal wert! Aztecs fight!

Den Link hatte ich zwar schon mal gepostet, aber für meine Musikerfreunde zu Hause gerne noch einmal: so starten wir in das Basketballspiel: Youtube - I believe that we will win!

 

Nebenbei muss ich hier natürlich auch noch ein bisschen studieren und Studenten betreuen. Als Beweisbild, so schaut das Whiteboard nach einer meiner Sections aus, in denen ich Studenten betreue:

Ansonsten wird's zwar nachts schon etwas frischer, aber tagsüber werden wir noch mit herrlichem Sonnenschein verwöhnt, natürlich auch auf dem Uni-Campus:

Ich fühle mich richtig gut angekommen hier in San Diego und genieße meine Zeit!

31Oktober
2016

México y Halloween!

Vamos a México, vamos a Tijuana!

Da San Diego ja wirklich direkt an der Grenze zu Mexiko liegt, war es am Wochenende mal höchste Zeit für einen Ausflug nach Tijuana! Edson hatte mich schon vor ein paar Wochen eingeladen ihn unbedingt mal in Mexiko zu besuchen. Er ist Mexikaner und lebt in Tijuana, perfekt also um das echte Mexiko mit Locals zu erleben. Viele Amerikaner denken sehr schlecht über die Mexikaner (ein ganz besonderer Schreihhals, berühmt für seine Anti-Mexiko-Parolen, möchte nächste Woche zum Beispiel zum Präsidenten gewählt werden), aber auch viele andere Bekannte und Freunde und Leute an der Uni hatten mich förmlich gewarnt nach Mexiko oder Tijuana zu gehen. Ich wollte mir mein eigenes Bild machen und habe Mexiko auch tatsächlich ganz anders erlebt. Es war ein super Wochenende und bestimmt nicht der letzte Ausflug nach Mexiko!

 

Zusammen mit Markus erkundete ich also Samstag und Sonntag die mexikanische Nachbargegend. Tijuana ist selbst auch eine Millionenstadt mit rund 1.5 Millionen Einwohnern. Bei vielen Leuten aus San Diego hat es den Ruf der kriminellen Partystadt nebenan, und bestimmt ist da auch etwas Wahres dran. Verglichen zu Preisen in San Diego ist alles sehr, sehr viel billiger, die Alkoholgesetze sind sehr viel lockerer als in den USA und viel ist auf den Partytourismus aus den USA ausgelegt, was man wahrscheinlich ein bisschen mit Ibiza oder Mallorca vergleichen kann. Viele Amerikaner kommen also nur über die Grenze, um in der einen großen Partystraße zu bleiben oder den Sextourismus von Tijuana auszunutzen; ein Teil von Tijuana, der mich sehr abgeschreckt hat. Denn obwohl ich schon viel Prostitution an anderen Orten mitbekommen hab, habe ich glaube ich noch nie so viele Prostituierte in Reih und Glied am Straßenrand gesehen wie in den berüchtigten Seitenstraßen von Tijuana.

Das klingt jetzt alles ziemlich negativ und das ist wahrscheinlich das Bild, das die meisten Amerikaner von Tijuana haben. Edson hat uns hier zwar rumgeführt, aber wir haben nicht mehr als eine halbe Stunde verschwendet und er hat auch gleich gesagt, dass sie als Locals hier eigentlich nicht herkommen. Den Rest des Wochenendes haben wir also dafür verwendet das echte Tijuana zu erleben!

Das echte Tijuana hat mich in vielen Teilen so sehr an Südamerika erinnert: vor allem natürlich die Sprache mit herrlichem spanischen Klang; die Essensstände an den Straßenecken mit authentischem und billigem Essen; die schlechten Straßen; der verrückte Verkehr und hupende Autofahrer; Autos, wo man sich wundert, das sie überhaupt noch fahren; und vor allem die Leute und der schnelle herzliche Kontakt mit den Menschen. Als Südamerika-Fan bin ich da wohl nicht ganz unvoreingenommen und fand es richtig klasse, das alles wieder so mitzuerleben!

 

Wir haben natürlich richtig viel gutes mexikanisches Essen ausprobieren müssen, Tacos in unzähligen Variationen, Empanadas, Tamales, ... Edson hat uns wirklich sehr gut willkommen geheißen und uns Tijuana gezeigt, wie man es sonst wohl nicht unbedingt kennenlernt. Am Samstagabend waren wir dann mit ihm zusammen auf Halloween-Party oder Fiesta para el Dia de los Muertos.

Unsere Verkleidung (ich war als Barney von den Flinstones unterwegs):

                 Bildergebnis für barney feuerstein

Eine Fiesta mit vielen Mexikanern also und uns zwei Deutschen! Es war wirklich so witzig! Irgendwann haben wir nur noch Spanisch gesprochen und ich war erstaunt wie gut mein Spanisch noch ist. Nach ein paar Bier und den ersten Tequilas geht eben alles sehr viel leichter! Typisch für Latinos wurde natürlich auch fleißig getanzt und El Aleman musste natürlich auch zeigen, ob Deutsche überhaupt ihre Hüften schwingen können. Eine geniale Party und ganz anders als in San Diego!

Nach einem typischen mexikanischen Frühstück nach so einer langen Nacht haben wir den Rest des Sonntags noch genutzt, um Rosarito einen Nachbarort von Tijuana zu erkunden. Edson hat uns also bestens herumgeführt und uns einige der schönsten Ecken von Tijuana gezeigt.

Sonntagabend wollten wir dann wieder zurück nach San Diego. Die Einreise nach Mexiko von den USA war ohne Kontrolle in 5 Minuten passiert, der Weg zurück war mit fast 4 Stunden an der Grenze Anstehen dafür sehr viel anstrengender. Dementsprechend spät war ich dann am Sonntag erst zu Hause. Aber der Trip war es auf jeden Fall wert!

Halloween ist also schon einige Tage vorher ein großes Event hier, in San Diego und in Mexiko. Da der 31. ein Montag war und das Wochenende sehr anstrengend war, hab ich es etwas ruhiger angehen lassen und war mit Paul bei ein paar Freunden auf einer kleinen gemütlichen Halloween-Party. Diesmal als hübsche Biene, aber das reicht erst mal mit Verkleiden und verrückten Halloween-Artikeln!

23Oktober
2016

Spalter Freunde

Always busy ... Es ist viel los, ich bin viel unterwegs und am arbeiten:
Midterm-Projekte für meine eigenen Kurse an der Uni, Klausurvorbereitungen für meine Studenten, die am Freitag ihr zweites Examen hatten, Proben für die Pep-Band bevor Anfang November die Basketball-Saison startet, und diverse Einladungen und Events mit Freunden. Zusätzlich dazu noch Besuch von Timo, meinem Schlagzeuger-Kollegen aus Spalt, der zur Zeit in Los Angeles ist!

Am Donnerstag war ich abends bei Paul zum Essen eingeladen. Nachdem ich also in meinem späten Donnerstagkurs mir meine erste Note abgeholt habe (ein A fürs erste Midterm!), ging's anschließend direkt zu Paul. Seine anderen deutschen Freunde waren auch da und wir hatten ein sehr schönen Abend zusammen! Außerdem ist Paul ein vorzüglicher Koch! Ein Highlight war der selbstgemachte Apfelstrudel als Nachspeise! (Auch wenn er natürlich nicht mit Oma's Apfelstrudel zu Hause zu vergleichen ist!)

Eigentlich hätte ich das Wochenende über dann viel korrigieren müssen, da am Freitag das Examen meiner Studenten war. Aber Freitag war eher ein Tag zum Feiern, schließlich musste der Geburtstag von Steffi auch hier gebührend begossen werden! Dafür hatte ich auch gute Unterstützung aus Los Angeles mit Timo, der am Freitag runtergefahren kam und bis Sonntag Abend bei uns zu Besuch war. Die Welt ist manchmal schon klein, auch wenn man an's andere Ende Welt fliegt trifft man sogar noch alte Freunde aus Spalt! Es ging also am Freitag erst mal zum Football-Spiel ins Stadion und zum Tailgating (das ist die große Party vor dem Football-Spiel auf dem Parkplatz, die mindestens genauso wichtig ist, wie das Spiel selber!). Die Aztecs haben glorreich gewonnen und es war ein super Abend (bis auf ein paar dumme und teure Zwischenfälle hinterher...)

Bei bestem Strandwetter haben wir am Samstag zusammen dann einige der Highlights hier in San Diego abgeklappert und zusammen am Strand gechillt, bevors nachmittags zum Volleyball spielen in Ken's Resort ging mit anschließendem Entspannen im Whirlpool. Kühles Bier und heißer Whirlpool vertragen sich dabei übrigens besonders gut!

Damit Timo auch das ganze Studentenleben dieses Wochenende mitbekommt, hab ich ihn anschließend gleich mit auf die Hausparty bei Juni und den anderen Norwegern mitgenommen. Samstag war also auch ein sehr langer und witziger Abend!

Außerdem hatten wir beim Volleyball Martha und Stefan getroffen, mit denen wir uns für Sonntag verabredet hatten. Stefan war am couchsurfen bei Martha und so haben wir gemeinsam San Diego ein bisschen erkundet. War ein richtig witziger Sonntag und ich hab auch noch mal ein paar Ecken von San Diego gesehen, die ich nicht kannte. Zum Beispiel den Silver Beach, ein traumhaft langer weißer Strand auf der Halbinsel von San Diego, und das Hotel Del Coronado, ein bekanntes Wahrzeichen von San Diego! Wir hatten super viel Spaß zusammen und da der Weg zwischen LA und San Diego nicht so weit ist, sehen Timo und ich uns bestimmt noch ein paar mal öfter während den nächsten Monaten!

Einfach noch ein paar Bilder:

Balboa Park mit Martha, Timo und 2mal Stefan

Im elektrischen Free-Ride Vehicle, das man umsonst in Downtown bestellen kann

Silver Beach

Mit Martha und Hotel Del Coronado im Hintergrund

16Oktober
2016

Camping in the Desert!

I survived the desert!

Während in Spalt zu Hause Kirchweih und Oma's Geburtstag gefeiert wird, ging's für mich am Samstagmorgen zusammen mit 6 Norwegern Juni, Ann-Helen, Sondre, Sindre, Kris und Jon zum Campen in die Anza Borrego Desert, 90 Meilen östlich von San Diego. Der Anza Borrego Desert State Park ist der größte in Kalifornien und der zweitgrößte in den USA, eine riesige Wüste eben. Gut eingedeckt mit einer großen Kühltruhe voll Bier und 6 Pfund Hot Dogs und allerhand anderem Camping-Equipment (wie ein Zelt ohne Zeltstangen zum Beispiel) starteten wir unseren Roadtrip in die Hitze. Und es war wirklich sehr heiß da draußen ... Was uns allerdings nicht abhielt eine kleine Wandertour durch die Canyons in der Wüste zu machen. Wir wurden belohnt mit einer Palmenoase mitten in der Wüste und vor allem mit einem herrlichen Panorama: Wüstenebene, Canyons und Felsen so weit man blicken kann und im Hintergrund die Bergketten. Die anschließenden Biere und Hot Dogs hatten wir uns also wirklich verdient. Es war eine super witzige und lange Nacht mit einem tollen Sternenhimmel und gemütlichem Lagerfeuer bei unseren Nachbarn auf dem Campground. Anders als erwartet, war es selbst nachts noch sehr warm und angenehm. In der Früh dann vom Sonnenaufgang am Wüstenhorizont geweckt zu werden, war es sogar wert früher aufzustehen.

Den Rest erzählen die Bilder!

 

 

Eines meiner Lieblingsbilder ist in der Palmenoase, finde Jon: (Jon als Nummer 7 ist am schwierigsten zu finden im Bild)

Nach einem heißen und trockenen Roadtrip in die Wüste ist man dann richtig froh, wenn man zu Hause wieder das Meer hat und zur Abkühlung in den Pool springen kann :)

13Oktober
2016

Bienenzucht in Kalifornien!

Noch ein paar kleine Nachträge zu den vergangenen Tagen ...

Wahrscheinlich habt ihr es ja auch in den deutschen Medien mitbekommen, dass vergangenen Sonntag die zweite Presidential Debate - Trump vs Clinton stattgefunden hat. Trotz anstehendem Midterm haben Anja und ich uns also erst mal einen gemütlichen Nachmittag am Strand gemacht, um anschließend die Debatte bei einer public viewing Veranstaltung mitzuerleben. Keine Angst, das wird nicht wieder ein langer politischer Blogeintrag, diesmal war ich nämlich viel mehr abgelenkt: von den leckeren gigantischen Burgern und vor allem von der Stimmung und dem Ambiente in der Bar. Man muss dazu sagen, dass wir in einer Schwulenbar waren (ich hatte 'The Gayest Burger in Town' - sehr lecker!). Auch wenn ein Großteil wirklich gespannt die Debatte verfolgt hat und Trump immer fleißig ausgebuht und Clinton bejubelt hat (besonders als sie sich für die Gleichstellung der Ehe positionierte), wurde man doch von Barkeepern in USA-Unterhöschen abgelenkt, die Shots in Spritzen verteilten ...
Alles in allem war es wieder eine sehr aggresive Debatte. Allerdings hatte Trump meiner Meinung nach schon zu Beginn verloren, da er sich aus dem Video, das ihn als Schwein gegenüber Frauen entlarvt, nicht herausreden konnte. 

Ein kleiner 3-Minuten Link zu Teilen der Debatte: https://www.youtube.com/watch?v=xePDAr7_2rc

Am Montag stand dann wie gesagt Klausur in der Uni an (STAT 700 Data Analysis). Im Gegensatz zum ersten Midterm war das schon sehr viel herausfordernder; zur Zeit arbeite ich noch am Programmierteil für zu Hause, mal schauen also was dann am Ende rauskommt.

Aber nun zur Bienenzucht:
Nach dem Midterm am Montag habe ich mich total beeilt, um rechtzeitig um 6 Uhr zur örtlichen Bienenversammlung im Balboa-Park zu sein. Paul hatte mich darauf aufmerksam gemacht, da sein Mitbewohner seit diesem Jahr auch Bienen hat und die beiden auch dort waren.

Aufgrund von soliden Grundkenntnissen vom deutschen Imkern mit Papa, habe ich also gespannt zugehört. Es ging vor allem ums "Überwintern" der Bienen hier in Kalifornien. Wobei man das wohl kaum mit einem deutschen Winter oder deutschen Bienen zu Hause vergleichen kann. Es wird ja nicht wirklich Winter, vielleicht mal irgendwann ein bisschen herbstlich. Aber kalte Temperaturen in San Diego von um die 10°C sind eben nicht mit kalten Wintern in Deutschland zu vergleichen. Dementsprechend anders läuft auch das Imkern ab. Es wird zum Beispiel weniger Winterbehandlung gegen Milben gemacht (die es hier genauso wie in Deutschland und Europa gibt), die Bienen brüten eigentlich das ganze Jahr über und finden auch in den Wintermonaten noch ein wenig Nektar, aber obwohl die Imker hier nicht allen Honig aus den Völkern nehmen, wird trotzdem kontinuierlich über den Winter gefüttert.

Ich kannte ja schon Bienenversammlungen von zu Hause aus Spalt, wo ein wesentlicher Bestandteil Bratwürste mit Kraut und ein paar Bier sind. Paul, sein Mitbewohner Sean und ich, sind anschließend noch weitergezogen für Burritos mit Cola. Das war der beste Shrimp-Burrito, den ich bisher hier hatte!

Ansonsten ist einiges los in der Uni, Reports und Midterms, die noch zu erledigen sind, und nächste Woche haben meine Studenten in Calculus III auch schon wieder Examen. Mal wieder korrigieren also ...

Falls aber noch alles so klappt, wie ich mir das vorstell, geht es dieses Wochenende zum Campen in die Wüste, die Anza Borrego Desert. Es wird nämlich langsam mit T-Shirt abends ein bisschen frisch, also muss man in wärmere Gegenden aufbrechen!

 

08Oktober
2016

Oktoberfest!

Auch wenn das echte Münchner Oktoberfest schon wieder rum ist, hier in den USA werden noch fleißig Oktoberfeste gefeiert!

Ich war zu neugierig und durstig auf deutsches Bier, sodass ich mir das natürlich nicht entgehen lassen konnte! Es hat zwar nicht wirklich etwas mit dem Oktoberfest in München zu tun, aber immerhin hat die Band hin und wieder ein "Prosit der Gemütlichkeit" angestimmt, sodass man mit echtem Münchner Oktoberfestbier stilecht aus Plastikbechern anstoßen konnte. Und am Bratwurststand konnte man sich mit leckeren Hot Dogs eindecken. Allerdings hat ein Oktoberfest direkt am Strand unter Palmen mit Sonnenuntergang über dem Meer natürlich auch was.
California way of Oktoberfest wink Definitiv sehr witzig!

Anschließend waren wir noch für ein kleines Bonfire am Strand, ein Lagerfeuer also. Perfekter Ausklang für einen super Abend!

Übrigens ist es nicht so, dass ich die ganze Zeit nur unterwegs und am Feiern bin (das wurde mir nämlich unterstellt!). Ich bin natürlich hauptsächlich hier, um meinen Master an der Uni zu machen, und die Woche über war ich auch ziemlich beschäftigt an der Uni. It's getting busy! Am Donnerstag vor dem Chicago-Wochenende hatte ich mein erstes Midterm, übers Wochenende hätte ich den Teil des Examens programmieren müssen. Da in Chicago kaum Zeit zum Schlafen war, war natürlich auch dafür keine Zeit, sodass ich am Flughafen und im Flieger meine Prüfung fertig machen musste. Aber dieses Wochenende war ich schon fleißig am Lernen, am Montag ist schon das nächste Midterm! Also Lernen und Whirlpool am Samstagabend anstatt Feiern & going out!

Es ist sogar ganz offiziell auf der Homepage des Departments zu lesen, was für fleißige Studenten wir Ulmer sind:

http://www.math.sdsu.edu/

und hier auch nochmal: http://newscenter.sdsu.edu/sdsu_newscenter/news_story.aspx?sid=76321

 

03Oktober
2016

Chicago!

Auch wenn ich total müde bin und noch viel Schlaf nachholen muss, wenigstens ein paar kurze Eindrücke und Bilder aus Chicago!

Dieses Wochenende war ich auf dem Nordamerika-Auslandstreffen von der Studienstiftung in Amerikas zweitgrößter City: Chicago! Auch wenn das Wetter in America's Finest City deutlich besser ist als in Chicago, the Windy City, war es ein super geniales Wochenende! Ich bin in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach Chicago geflogen und erst heute am Montag zurückgekommen, sodass genug Zeit war Chicago zu erkunden und neue und alte Freunde zu treffen. Über 150 Stipendiaten, die in den USA und Kanada studieren waren auf dem Treffen. Nach über 4 Jahren Studienstiftung waren einige bekannte Gesichter dabei, aber es wurden auch ganz schnell viele neue Freundschaften geschlossen. Für mich sind so Studienstiftungs-Events immer etwas ganz besonderes, vor allem weil man eben so viele tolle Leute trifft, intensive Gespräche führt und viel Input auf allen Ebenen bekommt. Workshops, Reden, Gespräche- und Diskussionsrunden, Gala-Dinner am Samstagabend, Stadtführung und vieles mehr stand auf dem Programm. Ein ganz großes Thema waren natürlich die bevorstehenden US-Wahlen am 8. November. Vom Vertreter der deutschen Botschaft, in Diskussionen, und beim Vortrag eines renommierten Politikprofessors aus den USA habe ich noch einmal ein neues Bild von den zwei Kandidaten bekommen. (Es gibt in Chicago sogar einen großen Trump-Wolkenkratzer) Vor allem wurde mir bewusst, wie eng der Ausgang der Wahlen tatsächlich sein wird. Obwohl Clinton in Umfragen mit ein paar Punkten vorne liegt: die Trump-Wähler sind statistisch gesehen in solchen Umfragen unterrepräsentiert, entweder weil sie nicht erfasst werden oder weil ein Teil der Leute, die Trump wählen, es nicht umbedingt öffentlich zugeben... Bisher hatte ich eher immer das Gefühl, dass es doch eigentlich eh nicht sein kann, dass am Ende Trump der Gewinner sein könnte. Aber das ist sehr viel wahrscheinlicher als man das vielleicht denkt! Den gleichen Eindruck hatte man ja auch bei dem Brexit-Referendum oder beim gescheiterten Friedensvertrag in Kolumbien während der letzten Tage.

Ich könnte wohl noch sehr viel mehr erzählen über das ganze Wochenende, beim nächsten mal Skypen dann!
Noch zu erwähnen ist, dass die Ulmer Gruppe mit 5 Stipendiaten die über Nordamerika verstreut sind, richtig gut vertreten war und es ein lustiges Wiedersehen in Chicago war. Die Nächte waren viel zu kurz, open Bar, live Bands, Clubs & Dancing, nette Blues-Schuppen und das ein oder andere Bier hatten einen wesentlichen Anteil daran laughing (übrigens wurde das Wochenende von der Boston Consulting Group gesponsort, nicht dass es heißt, ich würde hier Steuergelder versaufen!)

 

 

Chicago Theater (hier haben auch die großen Legenden gespielt; Frank Sinatra und Benny Goodman z.B.)

The Bean und Chicago Skyline

Der Chicago Tempel: bei der Freewalking-Tour wollte unser Führer ihn doch tatsächlich als den höchsten Kirchturm der Welt anpreisen, aber nicht mit uns Ulmern!! Dadurch dass es nur ein Kirchturm auf einem Hochhaus oben drauf ist, zählt das natürlich nicht! #UlmerMünster #HighestChurchTower

Abendschein am Fluss

Trump Tower

Beginn der Route 66

Alte Freunde aus England :)

Am Fluss bei Nacht (mit schönem Nebel, wie man das in Ulm so liebt)

Millenium Park und Skyline

Baseball-Game: Chicago Whitesox vs Minnesota Twins! Witzigerweiße hatte ich die Twins schon im Mai in Minneapolis gesehen auf der USA-Konzertreise. Damals waren sie ziemlich grottig ... Aber immer noch besser als die Whitesox am Sonntag laughing

Ulmer Auslandstreffen! (Micha, Nr 5 fehlt leider auf dem Bild)

 

Aber nach Regen, 4 Tagen am Stück mit langer Hose und langen Klamotten, war ich froh als ich heute wieder meine Shorts anziehen konnte und die Regenjacke wieder für längere Zeit im Schrank verstaute!

26Sept
2016

Trump vs Clinton!

Wie schon mal versprochen: ein kleiner Blogeintrag zur Politik und zu den anstehenden Wahlen in den USA! Heute Abend war nämlich das erste TV-Duell: Trump vs Clinton!

Bisher hatte ich noch gar nicht soooo viel von den anstehenden Präsidentschaftswahlen hier mitbekommen. Ich habe zwar während meiner Zeit hier schon mit vielen über Politik geredet, aber als ein ständig präsentes Thema hatte ich es nicht empfunden. Manchmal lese ich sogar mehr in der deutschen Zeitung über Trump und Clinton, als ich es hier mitbekomme.
Das wurde mir auch von vielen Amerikanern hier bestätigt. Der Grund ist einfach, dass Kalifornien ein sicherer demokratischer Staat ist und gerade hier in San Diego mit der Nähe zu Mexiko und einem spürbaren lateinamerikanischen Flair finden Trumps Parolen keine Anhänger. Ganz im Gegenteil, ein Freund hat mir erzählt, dass Trump hier in der Nähe eine Rede gehalten hat und er auf dem Weg dorthin von den Leuten auf der Straße wild beschimpft wurde...
Auch sehr schmunzeln musste ich über die Warnung, passend hier in San Diego, dass falls Hillary Clinton gewinne: "Then there will be Taco trucks on every corner!" Man muss sagen, dass die meisten Taco Trucks sehr leckere Tacos anbieten, man könnte es also fast als eine Empfehlung verstehen, Hillary zu wählen laughing Hier ein Artikel dazu: 'Taco trucks on every corner'? That'd really make America great again

Aber jetzt mal tatsächlich zum TV-Duell:

             

Es war wohl eher eine Schlacht und mit Sicherheit wird auch viel darüber in den deutschen Medien berichtet werden. Ich hab mir die 90 Minuten auf jeden Fall nicht entgehen lassen und habe es live mitverfolgt, wie die beiden diskutierten, debattierten, versuchten den anderen bloß zu stellen und sich ständig gegenseitig ins Wort fielen. (Man kann sich die Debatte natürlich auch auf YouTube noch ansehen, anstatt 90 Minuten Tatort oder Schnulze vor dem Fernseher also vielleicht lieber Comedy & Politics mit Trump und Clinton? Die eigentliche Debatte fängt ungefähr ab Minute 27 an.) https://www.youtube.com/watch?v=855Am6ovK7s#action=share

Sicherlich wird das kein perfekter Blogeintrag zum TV-Duell oder zu Trump versus Clinton - das überlass ich dann doch den Profis - aber meinen ganz persönlichen Eindruck will ich schon mit euch teilen:
Es war eine sehr hitzige und aggresive Diskussion, sie haben sich kaum ausreden lassen, man versuchte den anderen zu übertönen und zu überschallen und auch dem Moderator wurde kaum erlaubt einzugreifen. Während Hillary viele positive Wörter wie trust, justice, investment in middle class, education und climate safety verwendete, waren es im ersten Statement von Trump gleich mal die anderen, die Mexikaner und Chinesen, "They are stealing our jobs!". Auch wenn Trump versuchte Clinton permanent zu attackieren, gelang ihm das meiner Meinung nach nur mäßig. Seine eigenen Argumente waren oftmals nicht ganz schlüssig und hatten keinen wirklichen Inhalt. Clinton war perfekt vorbereitet, hat sich nichts gefallen lassen aber auch nicht provozieren lassen und versuchte zumindest mit mehr Inhalt zu argumentieren. Aber allgemein wurde es oftmals eher persönlich und man ist auf den Fehlern des anderen rumgeritten, anstatt zu versuchen von sich selbst zu überzeugen.

Vielleicht ein paar Punkte und Fakten, die ich besonders spannend oder interessant fand:

  • Clinton will vor allem die Steuern für die Reichen und die wohlhabenste Oberschicht erhöhen, Trump hingegen will drastischste Steuerkürzungen von 30-35% durchführen.
  • Trump versuchte sich immer wieder als der erfolgreiche Geschäftsmann zu präsentieren, der am allerbesten wisse, wie man ein Land aus der Rezession führen kann. Ich hab allerdings nicht verstanden, wie Neuverhandlungen von allen Handelsabkommen und Zollerhöhungen zu 25 Millionen mehr Jobs führen sollen. Er versuchte einfach alle anderen - auch Clinton natürlich - als nichtswissende Idioten darzustellen: "because it's just people who have no idea about what to do!"
  • Zwei wunde Punkte haben beide, die natürlich schamlos ausgeschlachtet wurden: Clinton wegen ihrer Email-Affäre von 33.000 gelöschten Emails und Trump, da er nicht wie gewöhnlich im US-Wahlkampf seine Steuern offenlegt.
  • Ich hätte von Trump noch sehr viel rassistischere Äußerungen erwartet. Eher hatte ich das Gefühl, dass er bei rund 100 Millionen Zuschauern extra darauf bedacht war, nicht nur seine rassistischen platten Parolen zu schwingen, die wohl eher in ein Bierzelt oder zu Horst Seehofer passen.
  • Auch beim Thema Waffen hat sich Trump eher zurückgehalten und sogar dafür plädiert mehr Leute zu entwaffnen.
  • Bei ganz vielen Themen schimpfte Trump auch auf die Amtszeit von Obama, von dem er übrigens bis 2015 behauptete, dass er kein Amerikaner wäre und nicht hier geboren wäre (die sogenannte Birther Lie)
  • Clinton versuchte zwar ihre fast 30-jährige Erfahrung als Pluspunkte zu präsentieren, für mich persönlich sind es aber ihre größten Nachteile, wo ich Trump auch in vielen Punkten zustimmen würde. Als langjährige Senatorin und als Außenministerin im Kabinett Obamas, muss sie viele Dinge der vergangenen Politik rechtfertigen. Besonders als Außenministerin trägt sie definitiv Verantwortung für das Vakuum, das Obamas Politik im Nahen Osten oder auch in Libyen hinterlassen hat, und was maßgeblich mit zum Erstarken des IS beigetragen hat!
  • Während Clinton ihre Pläne zur Bekämpfung des IS auf ihrer Homepage offengelegt hat, worüber Trump sich herzhaft lustig gemacht hat, hat er einen secret plan, der aber natürlich nicht dem Feind verraten werden darf. Hillary's passender Kommentar: "The only secret is, that he has no plan!" Und das Gefühl hatte ich bei vielen seiner Programmpunkte...

Naja, ist jetzt doch ein bisschen mehr geworden und ihr werdet bestimmt auch noch bestens von den deutschen Medien versorgt. Für mich war es auf jeden Fall ein spannender Einblick in die aktuelle US-Wahlkampflage.
Ich muss auch sagen, dass ich es in gewisser Weise schon nachvollziehen kann, was manchen Leuten an Trump gefallen könnte: er hat auf jeden Fall Temperament, was er auch selber betont hat; anstatt Fakten und Inhalte schafft er es eher Gefühle zu vermitteln, was Clinton vielleicht nicht so gut gelingt; und auf eine gewisse Art hat er diesen Protest-Bonus, den wir ja auch in Deutschland bei der AfD erfahren...

Als Deutscher könnte man trotzdem meinen, dass es doch unmöglich ist, dass jemand wie Trump tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird. Aber in Wahrheit sind die aktuellen Umfragen sehr eng, auch wenn Clinton leicht vorne liegt. Es bleibt also spannend bis zum 8. November hier!

(Noch ein kleiner Kommentar aus der NY Times, den ich ganz gut fand: Why Trump should not be President)

25Sept
2016

Hat Party und andere Späße!

Die Zeit vergeht wie im Flug und ratzfatz ist das Wochenende rum. Besonders wenn man viel auf Achse ist: Pool, Hat-Party bei unseren Nachbarn, Cabrillo National Monument und Strand!

Am Samstagabend waren Anja und ich auf eine Norwegian-Party eingeladen, Motto: Bring your own hat!
Einen Teil der Norweger hatte ich schon mal auf einer anderen Hausparty kennengelernt, es versprach also ein witziger Abend zu werden. Zufälligerweise war die Hausparty direkt bei unseren Nachbarn (ein kurioser Zufall in einer Millionen-Metropole wie San Diego). Von unserem Balkon aus können wir sogar deren Pool und die Bienenvölker daneben sehen. Kein allzu langer Weg, witzige Leute und Hüte, coole Location und Bier ergeben eine ziemlich coole Hausparty!

 

Am Sonntag stand heute dann mal wieder ein bisschen San Diego erkunden auf dem Programm. Obwohl ich schon fast 6 Wochen hier bin, gibt es immer noch viele Ecken, wo ich noch nicht mal in der Nähe war. Allerdings bin ich natürlich nicht der erste Entdecker von San Diego, das war Juan Rodriguez Cabrillo, dem das Cabrillo National Monument gewidmet ist und der hier in San Diego im Jahr 1542 als erster Europäer Fuß auf die Westküste der USA gesetzt hat. Wirklich gegründet wurde San Diego allerdings erst sehr viel später und erst im 19. Jahrhundert zu einer großen Metropole.

Das Cabrillo National Monument liegt auf einer Halbinsel, die ins Meer hinausragt und von wo aus man eine traumhafte Rundumsicht aufs Meer und auf die Skyline von San Diego hat. Man kann sogar bis nach Mexiko sehen, Tijuana ist gleich auf der anderen Seite und steht auch noch auf meiner to-do Liste.

An der Westseite der Halbinsel sind außerdem wunderschöne Klippen. Ich hätte fast ewig dort sitzen können, um einfach nur das Meer und den herrlichen Ausblick zu genießen. Letzte Woche hatte ich am Black Beach schon ein paar Delphine bestaunen dürfen, hier hat ab und zu mal ein Seelöwe aus den Wellen herausgespitzt!

 

Auf dem Weg zum Ocean Beach hab ich noch einen kleinen Stop auf einem Militärfriedhof eingelegt. Military und Veterans werden hier in den USA hoch angesehen, das merkt man sogar an der Uni. Da im zweiten Weltkrieg nach dem Angriff auf Pearl Harbor San Diego und der Hafen Stützpunkt der Pazifikflotte wurde, spürt man in vielen Teilen der Stadt noch die Verbindung zum Militär. Der Militärfriedhof ist mit 101.079 Gräbern wirklich riesig! Und wie man das vielleicht von Filmen oder Bildern kennt, einheitliche weiße Grabsteine in Reih und Glied soweit das Auge blicken kann.

Den Rest des Tages hab ich dann ganz entspannt am Ocean Beach verbracht, da gibt es eine kleine Bucht zwischen den Klippen, wo es wirklich traumhaft ist!

 

 

23Sept
2016

Erstes Midterm!

Ich hab eine lange Uniwoche hinter mir, in der meine Studenten, die ich in Calculus III betreue, ihr erstes Midterm geschrieben haben! Zwischendurch gab's mal noch tolle Familien-News und mal wieder ein bisschen Urlaubsplanung...

Da meine Unitage am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ja immer recht lang sind, freue ich mich normalerweise immer auf Freitag. Aber diesen Freitag haben meine Studenten ihr erstes Midterm geschrieben, was für mich mindestens genauso viel Arbeit war...

Laute und fetzige Ablenkung gab's dafür am Mittwoch schon in der Pep-Band Probe. Es war auch noch mal ein neuer Posaunist da, Willi, der hier an der SDSU im Undergrad schon Musik studiert hat. Willi hat ein paar richtig geile Solos gespielt! Ist schon cool, was für Leute man in der Pep-Band so trifft. Da man an der SDSU bis auf Jura eigentlich fast alles studieren kann, trifft man hier auch mal ganz andere Leute, die zum Beispiel Film, Theater oder Psychologie studieren. Ganz bunt gemischt also! Ich freu mich auf jeden Fall schon mega drauf, wenn im November die Basketball-Saison anfängt und wir die Arena rocken :)

Mein Freitag heute war allerdings fast nur mit der Klausur meiner Studenten ausgefüllt: Klausurbesprechung, Aufsicht, Korrigieren. Die Klausur war nicht besonders schwer, und bei uns hätte die ein Abiturient auch locker meistern können (hauptsächlich Vektorzeugs: Skalarprodukt, Kreuzprodukt, Ebenen- und Geradengleichungen, und ein bisschen Ableiten. Nicht besonders schwer für Calculus 3...). Für deutsche Verhältnisse wäre es aber kaum vorstellbar, eine Klausur unter solchen Bedingungen zu schreiben. Das fing schon an, dass die meisten hier ihre Klausur mit "dokumentenechtem" Bleistift schreiben. Allgemein sind in Ulm die Regeln bei Klausuren sehr strikt: nur Stifte am Platz, Taschen und Handys am Hörsaalrand ablegen, zwischen zwei Personen immer mindestens zwei Plätze frei lassen und zwischen jeder Reihe von Prüflingen noch mal eine Reihe frei. Abschauen, Spicken und Bescheißen ist also in Ulm kaum möglich. Obwohl sie hier an der SDSU angeblich sehr strenge Cheat-Regeln haben, wird förmlich dazu eingeladen beim Blatt vom Nachbarn mitzulesen, der gleich nebenan sitzt. Es gab zwar zwei unterschiedliche Gruppen von Klausuren mit A und B, aber manchmal ist es ja nur die Idee oder den Rechenweg, was man nochmal als kleine Hilfe braucht ...
Naja, aber unter meiner Aufsicht und bei meinen guterzogenen Studenten wurde natürlich nicht gespickt!

Nach einem Korrigiermarathon von gut 7 Stunden, habe ich heute zumindest meinen Teil fertig korrigiert! Den Rest müssen Bill und Bryan korrigieren, die heute auch schon mitkorrigiert haben und mit denen es sehr witzig war!
Allerdings hat man eine ziemliche Matsch-Birne nach rund 260 korrigierten Klausuren ...

Perfekt also noch ein bisschen nächtlichen Workout zu betreiben, wo man das Hirn mal ausschalten kann. (Meinem Fuß geht's wieder ganz gut. Kühlen, Ibuprofen und erneutes Desinfizieren haben mir den Besuch beim Arzt erspart.)

19Sept
2016

Volleyball und Beach!

Um die freie Zeit am Wochenende völlig auszukosten, ging's am Samstag zum Volleyball mit anschließendem Jacuzzi und am Sonntag an den Hippie-Strand, den Black Beach!

Am Samstag musste ich erst mal ein bisschen ausschlafen, aber nachmittags war dann schon wieder Beach Volleyball bei Ken angesagt. In Ken's Resort hat's natürlich auch einen großen Pool und Jacuzzi, noch viel luxuriöser als in unserem Appartmentkomplex. Perfekt also um nach einem ganzen Nachmittag mit vielen Beach Volleyballspielen noch gemütlich im Whirlpool zu entspannen!

Pool und Whirlpool gehören hier wohl ein bisschen mit zu den wichtigsten Ausstattungen eines Appartments. Auch das Fitness-Center an der Uni hat noch einen großen Aquaplex, den ich bisher aber noch nicht ausgetestet hab. Außerdem gibt's im Fitness auch eine Sauna, allerdings geht man hier nach dem Sport einfach mit seinen Sportklamotten (sogar Schuhen!) in die Sauna. Äußerst seltsam und man könnte den Eindruck haben, dass die Amis hier ein bisschen verklemmt wären... Das trifft bestimmt für viele konservative Staaten zu aber nicht unbedingt für Kalifornien und schon gar nicht für San Diego! Auch wenn Nacktbaden jetzt nicht unbedingt zu meinen wöchentlichen Gewohnheiten zählt, war ich am Sonntag mit Paul am Hippie-Beach, dem Black Beach (deswegen mal nicht ganz so viele Fotos...). Paul hab ich schon vor ein paar Wochen beim Couchsurfing-Event kennengelernt. Er ist ein cooler Typ und ein smart guy, Lehrer für Meeresökologie und neuerdings sogar Imker! (Ich hab am Freitag sogar einen Bienenschwarm mitten in der Stadt an einem Fastfood-Schild hängen sehen!) Es gab also viel Gesprächsstoff und mit Beach Volleyball und dem Bodyboard, auf dem ich meine ersten Wellen hier erklommen hab, verging die Zeit wie im Flug.

Wie ihr auf dem Bild seht, war es ein ziemlich nebliger und bewölkter Tag. Ganz ungewöhnlich für San Diego, dass es nicht einmal nachmittags aufklart. Trotzdem war es schön warm und das Wasser mit 68° F angenehm!
Aber das Wetter war schon die Vorankündigung für das nächtliche Gewitter auf Montagnacht. Nachdem ich bisher ja noch keinen Regentropfen gesehen hatte, hat es ordentlich gerumst und geblitzt, da bin ich sogar ein bisschen in meinem Bett erschrocken!

Von den anderen Donnerschlägen, den Bombenexplosionen in New York, habe ich bisher noch gar nicht so viel mitbekommen (weil wir eben am Strand waren), vielleicht heute dann. Auch in der Partnerstadt von Spalt in St. Cloud in Minnesota, wo ich ja noch im Mai war, gab es Schießereien und Anschläge. Wilde Zeiten hier also und es bleibt spannend wie das vielleicht auch Trump ein bisschen ausnutzen wird. Ein Blogeintrag zum politischen Eindruck folgt demnächst mal.

Eigentlich wollte ich heute am Montag mein langes Wochenende mit einer Hiking-Tour mit Maria und Breann, zwei Mädels von Freitagabend, und Reto vom Beachvolleyball abschließen. Leider hab ich mir am Strand einen Splitter in den Fuß gerammt. Ziemlich tief, sodass der Fuß pocht und ich heute am Montag das vielleicht mal anschauen lassen sollte. Ein Arztbesuch wird aber bestimmt mindestens genauso spannend wie Hiken ...

16Sept
2016

Wild nights!

Da ich die letzten Abende und Nächte viel auf Achse war, wird es mal wieder Zeit für ein Update aus America's Finest City! Zusätzlich hatten wir noch Besuch von zwei Freunden von Anja aus Deutschland. It's getting busy ...

Um chronologisch anzufangen: Am Mittwoch war die erste Bandprobe der Pep Band an der Uni. Die Mittwochsprobe macht meinen Mittwoch zwar zu einem weiteren langen Unitag (Dienstag und Donnerstag sind von 8am bis 7pm schon recht lang), aber das ist es definitv wert! Außerdem darf ich mich mit Freitagsfrei und optional Montagsfrei nicht beschweren...
10 Posaunen, 10 Trompeten, 16 Sax, einige Hörner, Sousaphones, Drums und Bass ergeben einen richtig fetten Sound! Natürlich startet die Probe standesgemäß mit der Amerikanischen Nationalhymne. Anschließend ging es laut und mit fetzigen Rhythmen weiter und wir haben einfach viele Stücke aus dem 300-Songs Repertoire durchgespielt. Coole Musik, die im Stadion bestimmt richtig einheizt. Ich fühl mich also bestens aufgehoben in der Truppe! Auch die anderen Musiker haben alle einen super netten Eindruck gemacht. Als einziger International Student, der mit in der Pep Band spielt, hatten einige aus der Posaunen-Section schon vom New German Guy gehört laughing

Laut ging es am Donnerstag weiter: mit Anjas Freunden Martin und Patrick zum Pub Crawl nach Pacific Beach PB in San Diego. Die beiden hatten mit viel Bier an unserem Pool den Tag über schon gut vorgeglüht, sodass es ein feuchtfröhlicher Abend mit verrückten Storys wurde. So much fun!

Da ich Freitags wie gesagt immer frei habe, ging's nach ein paar gemütlichen Stunden am Pool nach Ocean Beach OB. Zuerst um die Sunset Cliffs und die Surfer zu bestaunen und um anschließend Ken zur Bier Happy-Hour zu treffen. Die Sunset Cliffs und der Strand ist wirklich traumhaft und es gibt viele kleine Spots, wo man Ruhe hat und am Meer entspannen kann.

Nach einer Tour an den Cliffs und dem Strand entlang hab ich also Ken in einer Bar an der Strandpromenade getroffen. Ken hostet das Couchsurfing Volleyball-Event jeden Samstag und ist ein richtig cooler Typ. Ganz zu schweigen von seinem netten Auto:

San Diego hat unzählige Micro-Breweries und ist eine der besten Bierstädte in den USA! Zwar nicht die Hopfen- und Bierstadt Spalt, aber man findet hier auf jeden Fall gutes Bier. Wenn man will sogar Peanut Butter Bier... Es schmeckt wirklich wie Peanut Butter! Nach diversen Biersorten wurde es schließlich noch eine lange Nacht. Never stop dancing!

 

11Sept
2016

Hiking at Torrey Pines State Natural Reserve

Reiseplanungen, Volleyball und Hiking standen dieses Wochenende auf dem Programm...

Aber eine super Nachricht gleich zu Beginn: Ich bin als Posaunist in der SDSU Pep Band aufgenommen worden! Hier das Gruppenbild von letztem Jahr:

Diese Woche waren am Mittwoch die Auditions für die Pep Band, wo man vorspielen musste. Das war kein großer Akt und nachdem der Coach meinte "Good sound, you've got pretty good chances to join the band, we always need trombones!", war ich nach 5 Minuten auch schon wieder fertig. Die Pep Band mit knapp 50 Leuten und 9 (!!) Posaunen heizt während den Basketballspielen in der Viejas Arena ein. Allerdings sind sie sehr penibel mit Proben oder Auftritten ausfallen lassen, sodass mein Kalender bis März schon mit vielen, vielen Gigs mit der Pep Band befüllt ist. Am Mittwoch fangen die Proben an und ab November startet dann die Basketball-Saison. Es ist übrigens auch meine erste Band, die ganz im Gegensatz zu meinen bisherigen ein striktes Alkoholverbot hat... eine ganz neue Art Musik zu spielen!

Ansonsten habe ich die Woche über schon fleißig Reisepläne geschmiedet: Ende September nach Chicago; über Thanksgiving im November an die Ostküste mit den Illinois-guys; Besuch aus Deutschland und Normal an Weihnachten; anschließender Roadtrip und eine Woche auf Hawaii über New Year's Eve. Zwischendurch muss ich natürlich noch ein bisschen Studieren...

Aber nun tatsächlich mal zu meinem Wochenende hier in San Diego:
Gestern war mal wieder Beach Volleyball bei Ken in seinem Resort angesagt. Ein richtig cooles Event! Ken und die ganzen anderen aus der Gruppe sind richtig lässig drauf und ich muss demnächst wohl auch mal ein oder zwei Bier mit ihnen trinken gehen laughing

Heute ging's dann früh schon los zum Hiken mit Anja im Norden von San Diego zum Torrey Pines State Natural Reserve - eine Art kleiner Nationalpark an der Küste. Da es hier in San Diego kaum regnet (ich hab noch keinen einzigen Tropfen hier gesehen), ist das Reservoir auch dementsprechend trocken und die karge Landschaft mit Kakteen und Hartsträuchern erinnert sehr an Wüste. Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass die Torrey Pines - eine seltene Nadelbaumart - eigentlich nur hier gut gedeihen. Zerklüftete Sandsteinfelsen in unterschiedlichsten Farben und Formationen formen hier ein ganz besonderes Landschaftsbild. Das Wetter zum Hiken war heute perfekt, etwas bewölkt, fast schon neblig, und eben nicht in der prallen Hitze der Sonne. Aber dafür war der Ausblick über das Meer nicht so klar und es gibt eben mal keine Bilder mit strahlend blauem Himmel.

Der Nadelbaum im unteren Bild in der Mitte ist ein Torrey Pine. Nicht speaktakulär, aber selten:

Nachmittags haben wir uns dann zu Hause mit Möbeln unserer lauten Nachbarn von den Studentenappartments eingedeckt: mit zusätzlichen Stühlen, Abstelltisch, einer Kommode und zwei Schaukelstühlen sollten wir jetzt bestens ausgerüstet sein.

Beim Ausladen und auf dem Weg vom Auto zum Appartment haben wir dann noch eine ältere Nachbarin kennengelernt, Lola. Nachdem Lola uns erst einmal ihr Appartment, Terrasse und Rollator gezeigt hatte, wollte sie uns tatsächlich beim Ausladen der Möbel helfen. Nach unzähligen Umarmungen konnten wir sie dann aber doch überzeugen, dass das wirklich nicht nötig ist.
Allerdings haben wir scheinbar einen abgemagerten Eindruck bei ihr gemacht, denn ein paar Stunden später stand sie dann mit einem Care-Paket vor der Haustür. Mit dem Versprechen, das nächste Mal, wenn sie mehr Zeit hat, gleich das Essen für uns zu kochen und vorbeizubringen.

Aber keine Angst, ein Fast-Schwabe mit Spätzlehobel verhungert nicht!

08Sept
2016

BBQ at Labor Day

Noch ein kleiner verspäteter Blog-Eintrag zu Labor Day am vergangenen Montag ...

Diese Woche am Montag war Feiertag in den USA, Labor Day also Tag der Arbeit. Da in den USA gesetzlich kein Minimum an Urlaubstagen festgelegt ist und im Schnitt der normale US-Bürger nur ungefähr 2 Wochen Urlaub hat, sind Feiertage wie Labor Day sehr beliebt und hochgeschätzt.

Anja und ich waren an Labor Day zum BBQ bei Don und Margaret eingeladen. Don ist emeritierter Professor an der SDSU und beide sind riesige Europa- und Deutschland-Fans! Das merkt man schon an ihrer Wohnungseinrichtung mit alten deutschen Porzellantellern an der Wand und Bildern vom Ulmer Münster. Sie haben schon für mehrere Zeiträume in Ulm und Deutschland gelebt, weswegen sie auch immer noch den Kontakt zu den neuen Studenten aus Ulm pflegen. Aber auch ihr europäischer Sinn von Mülltrennung und Recyceln zeigt, dass sie schon einzigartige Amerikaner mit einer großen Liebe zu Europa und Deutschland sind. (Sie schmeißen eben nicht alles nur in ein oder zwei große Tonnen). Besonders zu erwähnen ist außerdem, dass ein Großteil des Ulmer USA-Programms auch Don zu verdanken ist. Er war selbst PhD Student in Aachen und Syracuse beim gleichen Doktorvater wie auch Hajo Zwiesler (der betreuende Prof des USA-Programms in Ulm), sowie Professor in Milwaukee und San Diego. Ein weiterer guter Freund von ihm ist Professor in Rolla. Kein Zufall also, dass Syracuse, Milwaukee, San Diego und Rolla unter anderem als Partner-Universitäten beim Ulmer USA-Austausch mit dabei sind!

Bei gutem Bier, Burgern und leckerer Nachspeise hatten wir ein paar sehr kurzweilige Stunden, in denen wir uns prächtig unterhalten haben und viel über Don und Margaret, San Diego, die USA, Politik, Geschichte und vieles mehr erfahren haben. Ein Care-Paket von den beiden mit echtem deutschen Brot, selbstgemachter Marmelade und Kuchen hat uns außerdem auch noch die Woche versüßt und versorgt.

Die beiden sind wirklich super nett und gastfreundlich und haben uns sehr herzlich willkommen geheißen. Während unseres Jahres hier in San Diego werden wir sie bestimmt nochmal treffen, entweder bei Fahrrad- oder Wandertouren mit Don oder sobald wir Skat gelernt haben, um unseren ersten Skat-Abend zu meistern!
Bilder vom schönen Garten, dem gemütlichen Wohnzimmer oder Don und Margaret hab ich leider nicht geschossen; vielleicht das nächste Mal!

 

04Sept
2016

Old Town & Mission Bay

Bei perfektem Wetter ging es heute auf eine kleine Fahrradtour, um die schönen Buchten, Strände und Ausblicke von Mission Bay zu erkunden!

Vorher legte ich noch einen Stopp im Old Town State Historic Park ein. Diesen Park muss man sich ein bisschen wie ein Freilandmuseum vorstellen, das einen in die Zeit des Wilden Westens zurückversetzt. Mit alten Gebäuden, Verandas, Postkutschen, Planwägen und vielen kleinen Läden im alten Stil hat man wirklich das Gefühl, die Zeit sei rund 200 Jahre zurückgedreht. Vor allem den Bonbon-Laden und den Tabak- und Pfeifenladen fand ich besonders toll, da es hier ganz viel zu schnuppern oder auch zu probieren gab. Eine Zigarre oder Pfeife hab ich mir dann doch nicht angezündet, obwohl ich mich bestimmt auch zu den älteren Herren hinzugesellen hätte können.

 

Den restlichen Tag hab ich dann rund um Mission Bay mit dem Fahrrad oder am Strand verbracht. Als Stärkung gab´s zwischendurch einen leckeren Burger bei Five Guys, wo man sich seine Burger selbst zusammenstellen kann. Mission Bay liegt hinter Mission Beach und umfasst viele Buchten, weshalb es hier keine großen Wellen hat und es die perfekte Location für Wassersport, gemütliches Baden und BBQ am Strand ist! Den Rest erzählen die Bilder :)

03Sept
2016

Aztecs Fight!

Am Samstag war das erste Football-Spiel: unsere SDSU Aztecs gegen die New Hampshire Wild Cats! 

Als frischgebackener Aztec-Student darf man sich natürlich das erste Spiel der eigenen Footballmannschaft der Uni nicht entgehen lassen! Anjas Freund Thomas war dieses Wochenende auch hier in San Diego und so stimmten wir mit in die "SDSU - Aztecs Fight"- Schlachtrufe ein! Und tatsächlich haben die Aztecs die Wildcats mit 31-0 nach Hause geschickt!
Als Student bekommt man die Karten fürs Football sogar umsonst und das ist nicht nur irgendeine kleine Unimannschaft, die hier spielt. Die SDSU Aztecs spielen in San Diego im Qualcomm Stadium - ein riesiges Football-Stadion, das für rund 71.000 Menschen Platz hat. Mindestens so wichtig wie das Spiel ist die Party außen herum und das beginnt schon auf dem Parkplatz mit Bierpong und Dancefloors auf den Pick-Up-Ladeflächen. Sehr verrückt!

Es hat ein bisschen gedauert bis ich das Spiel tatsächlich verstanden hatte aber es ist auf jeden Fall für Action gesorgt. Allerdings dauerte es fast 4 Stunden, was mit der Zeit schon ziemlich langwierig werden kann und oftmals erkennt man auch nur einen Haufen an Spielern, die sich aufeinander stürzen.

Auf den Bildern sieht man auch die Marching Aztecs, die während am Anfang und in der Pause auf dem Spielfeld aufmarschieren und während des Spiels im Block für Stimmung sorgen! Ich hätte sogar mit der Posaune auch den Marching Aztecs beitreten können, allerdings ist das mit 3mal die Woche Proben schon sehr viel Aufwand...
Ein Highlight war zusätzlich das fulminante Feuerwerk am Schluss, das 25 Minuten lang die buntesten Lichter und Knaller in den Himmel warf. Das Finale, die letzten zwei Minuten, gibt´s sogar schon auf Youtube. Vor allem ab 1:05 knallt es einfach überall. Hier der Link. Sehr bombastisch!

Nach dem Spiel ging es noch auf eine ziemlich verrückte Hausparty in der Nähe des Campus an der Uni. Ich hab ja auch schon wilde Hauspartys in Deutschland und Südamerika mitbekommen, aber die von gestern zählt definitiv zu den 10 abgefahrensten... Ziemlich genau so, wie man sich in einem Amifilm alle Klischees vorstellt, wie es auf einer College-Party zugeht laughing

02Sept
2016

Snorkeling with Sharks and Seals!

Ja, richtig übersetzt: Schnorcheln mit Haien und Seelöwen!

Da ich Freitags immer frei hab und nicht in die Uni muss, hab ich die Zeit genutzt, um die Haie und Seelöwen hier in San Diego aus nächster Nähe zu betrachten!

Schon einige Leute hatten mir empfohlen unbedingt noch die Haie beim Brüten an den La Jolla Shores zu bewundern (Leopardenhaie "brüten" tatsächlich, mehr Infos: Leopardenhaie - San Diego). Also Schnorchel und Flossen ins Auto und los! Mit Haien zu Schnorcheln klingt jetzt allerdings sehr viel gefährlicher als es in Wirklichkeit ist. An den La Jolla Shores trifft man Leopardenhaie, die eigentlich sehr schreckhaft sind und auch gar nicht wirklich scharfe Zähne haben, mit denen sie gefährlich werden könnten. Alle meine Extremitäten sind also noch dran und ich habe keine Haiattacke überstehen müssen.
Es war auch sehr einfach die Haie tatsächlich beim Schnorcheln zu erleben: Die Leopardenhaie kommen zum Brüten in wärmeres seichtes Gewässer an der Küste, sodass ich schon gleich beim ersten Mal ins Wasser gehen und Kopf unter Wasser die ersten Haie schwimmen sah. Ich hab wirklich sehr viele gesehen, die meisten waren so zwischen 1,50 Meter und 2 Meter lang, also schon ungefähr in meiner Größe. Wenn man ganz ruhig an der Oberfläche schnorchelt und die Haie nicht verschreckt, kann man sie wunderbar auf dem Grund kreisen sehen. Aber manchmal kommt man sogar so nah ran, dass man eigentlich nur die Hand ausstrecken müsste um eines dieser Raubtiere z "streicheln". Das Maximum an Haien um mich herum, das ich gezählt habe, waren 8 Haie. Ganz schön viel Betrieb!
Selbstgeschossene Bilder gibt's leider nicht, da ich keine Unterwasserkamera habe, aber so schauen die Exemplare ungefähr aus:

Auf dem folgenden Youtube-Video sieht man das schöne Muster der Leopardenhaie auch recht gut: Video - San Diego Leopardenhaie. So viele Fische und Rochen habe ich leider nicht gesehen, aber dafür viele, viele Haie. Ein super Erlebnis!

Ein weiteres Highlight von San Diego sind die Seelöwen an den La Jolla Coves. Unzählig viele Seelöwen liegen hier einfach auf den Felsen in der Sonne herum und sonnen sich, totale Chiller! Man kann einfach herankommen und die Tiere aus nächster Nähe bestaunen - solange sie sich nicht mit einem Raunen beschweren, dass man ihren Mittagsschlaf stört. Manchmal wirkt es sogar ein bisschen als würden sie förmlich für ein tolles Bild posen! Zu den schönen Bildern muss man sich allerdings auch noch den Geruch von sovielen Seelöwen und Möwen vorstellen... das gibt ein schönes Aroma.

31August
2016

Vorlesungsbeginn!!

Tja, ich bin tatsächlich zum Arbeiten und Studieren hier an der Uni, also muss ich euch natürlich auch mal meinen Arbeitsplatz zeigen ...

Zuerst einmal danke für die vielen Songs die mich für dmeine Roadtrip-Playlist erreicht haben. Ich hab sie wirklich alle mal draufgemacht (sogar PUR-Funkelperlenaugen mit spezieller Widmung). Hoffentlich muss ich nicht zu oft auf den NEXT-Button klicken laughing aber wer will, kann natürlich auch gerne noch jederzeit seine Empfehlung dazu mit abgeben!

Aber jetzt zur Uni: Ein paar schöne Bilder vom Uni-Ambiente hatte ich ja bereits gepostet. Aber natürlich glänzt es auch nicht an allen Ecken des Campus. Das Gebäude des Mathe-Departments, das auch von Geologen und Computer Scientists bevölkert wird, würde ich als weder besonders schön noch hässlich bezeichnen:

Aber es erfüllt seine Zwecke und bietet mit einem Büro für alle TAs und einem eigenen Büro in der Climate Research Group genügend Möglichkeiten es sich an der Uni gemütlich zu machen oder auch tatsächlich was zu arbeiten. Hier auch noch zwei Bilder vom Büro der Climate Group, wo es bisher noch recht ruhig ist. Ganz vorne rechts im Bild ist mein Schreibtisch!

Noch ein paar Details zu meinen Vorlesungen:
In den USA ist es üblich, dass die Kurse mit Nummern betitelt werden. Grundsätzlich gilt, je höher die Nummer desto fortgeschrittener der Kurs. In San Diego geht das ungefähr bis zur Nummer 700. Ich habe mich dieses Semester für STAT 596 'R Programming and Data Science' , STAT 696 'Statistical Communication' und STAT 700 'Data Analysis' entschieden. Obwohl gerade die letzten zwei eigentlich High-level Kurse für Statistik hier sind, ist es im Vergleich zu Deutschland schon nicht ganz so krass; dafür wohl alles etwas angewandter, sodass im Laufe des Semesters sehr viel Programmieren und Arbeiten mit großen Datensätzen auf mich zukommt. Ich musste aber auch tatsächlich schon einen Kurs wieder aufgeben, da ich dort wohl gar nichts neues gelernt hätte und das Chinese English eine absolute Katastrophe war...
Ansonsten machen die Profs alle einen recht sympathischen Eindruck und ich glaube mit meiner Statistic-Advisorin Prof. Bailey hier schon meine Lieblingsprofessorin gefunden zu haben. Sie wirkt einfach sehr kompetent, menschlich und witzig. Noch unterhaltsamer sind ihre Stunden (sie gibt STAT 700 'Data Analysis') wegen des Learning Glasses. Das fancy Learning Glass ist etwas neu Entwickeltes, wo der Dozent hinter einer Glassscheibe steht, auf die er auch schreibt und die Studenten direkt anschauen kann. Zusätzlich wird mit einer Kamera der Aufschrieb auf der Glassscheibe erfasst und auf großen Monitoren überall im Raum projeziert und auch online übertragen. Wir Studenten sitzen auch gar nicht wie gewohnt in einer Reihe, sondern an runden Tischen, da man die Vorlesung auf dem Monitor mitverfolgt. Vielleicht etwas schwer vorzustellen, wie das jetzt genau aussieht, und definitiv etwas gewöhnungsbedürftig, aber eindeutig ziemlich fancy!! Checkt einfach mal den folgenden Link: Learning Glass SDSU oder auch das Youtube-Video dazu: Youtube - Learning Glass
Ich finds ziemlich witzig, eine ganz andere Art, als ich das von klassischen Vorlesungen aus Ulm mit Tafel und Kreide gewohnt bin (sowas findet man hier eigentlich gar nicht).

Die ersten Problem Sections als Teaching Assistant habe ich auch schon gegeben. Das hat wunderbar funktioniert und 50 Minuten Unterrichten sind schneller vorbei als man es sich vorstellt!

Leider gibt es hier keine gute Mensa, wie ich das aus Ulm gewohnt bin. Spätzle gab´s zwar diese Woche schon selbstgemacht bei uns zu Hause, aber manchmal wäre es auch einfach schön etwas Normales an der Uni zu essen. Meistens ist es besser sich selbst was von zu Hause mitzunehmen. Die "San Diego Mensa" besteht nämlich nur aus Fast-Food Läden: Subways, Rubios, Chipotle, Pizza & Pasta Bar, Panda Express, ... eben alles was das amerikanische Fastfood-Herz sich wünscht, sodass man sich mit Pizza, Burgern, Tacos, Pasta und frittiertem Asiatischem den amerikanischen Fastfood-Wanst anfuttern kann.

 

27August
2016

Roadtrip-Playlist - eure Chance!

Keine spektakulären News, aber für uns sehr bedeutend: das Autoradio funktioniert wieder!! (Die Reparatur bestand eigentlich nur daraus, verschiedenen Stecker im Auto wieder zusammenzustecken...)

Weshalb das hier einen Post wert ist:
Ich bin zur Zeit dabei eine kleine Roadtrip-Playlist zusammenzustellen und da dachte ich natürlich an alle meine lieben Freunde zu Hause. Falls ihr es also nicht schaffen solltet mir einen persönlichen Besuch in Kalifornien abzustatten, könnt ihr trotzdem live auf den Roadtrips mit dabei sein. Ihr nennt (oder schickt mir am besten) eure Lieblingssongs und dann kommen die vorerst mal auf die Playlist. Ich geb jedem eine Chance, von Mozart bis DJ Ötzi, ich bin tatsächlich erst mal offen dafür. Je mehr mir natürlich euer Song gefällt, desto häufiger seid ihr natürlich auch live mit on tour!

Also kommentieren, mailen oder auf Facebook oder Whatsapp (+1 619 908 0675) schreiben!!

27August
2016

Update aus SD!

Man könnte meinen ich wäre schon ein bisschen faul geworden hier zu bloggen, aber in Wahrheit haben wir die Woche über einfach viele (größtenteils nutzlose) Stunden an der Uni verbracht ...

Ja, mir geht es bestens in San Diego, aber Nein, es ist nicht alles immer wie Urlaub hier. Auch wenn das manchmal vielleicht ein bisschen so wirkt. Die Woche über waren wir vor allem mit der Orientation und den Einführungstagen für TAs (Teaching Assistants) beschäftigt. Ziel dieser Veranstaltung war, uns als TAs ein bisschen zu schulen und auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. Allerdings waren Anja und ich uns einig, dass es größtenteils weniger nützliche Programmpunkte waren, wie zum Beispiel sinnlose Gender-Diskussionen und die Gefährdung von Denken in Stereotypen. Das meiste davon sollte eigentlich jedem mit gesundem Menschenverstand, Fingerspitzengefühl und vielleicht ein bisschen Lehrerfahrung - wie wir sie ja bereits aus Ulm mitbringen - klar sein. Allgemein ist das Lehrsystem in den USA viel verschulter und es wurde ungefähr 1000 Mal erwähnt, wie überaus wichtig Gruppenarbeiten in unseren Problem Hours sein sollten. Konkretere Anweisungen haben dafür die Woche über leider gefehlt, beispielsweise, wo man Materialien wie White-Board-Stifte, Papier, Kreide usw erhählt, wie viele Office Hours wir anbieten sollen und wie wir inhaltlich die Übungsstunden gestalten sollten. Leider wurde Anja auch noch einmal einem anderen Prof zugewiesen, weshalb wir uns leider nicht so viel Arbeit teilen können wie gehofft.
Naja, immerhin gab es jeden Tag etwas zum Mittagessen und wir hatten viel Gelegenheit einige der anderen TAs kennenzulernen. Die meisten der anderen TAs unterrichten sehr viel leichtere Kurse als wir beide mit Calculus III, eher so Stoff der bei uns in Deutschland schon im Abitur oder im ersten Mathe-Kurs an der Uni abgedeckt wird.

Ein bisschen Abwechslung von den eher zähen Veranstaltungen an der Uni bot ein BigBand-Konzert im Balboa-Park. Im sogenannten Spreckels Organ Pavilion, wo die größte Open-Air Orgel der Welt steht, heizte das Moonlight Serenade Orchestra mit bekannten BigBand-, Swing- und Jazz-Hits ein (das war auch dringend nötig, denn die Klimaanlage an der Uni ist glaube ich auf dem Eiswürfel-Modus eingestellt). 

Weil wir übrigens herzhaft darüber lachen mussten: Es gibt hier in San Diego sogar eine "Retired Senior Volunteer Patrol - San Diego Police", also eine freiwillige Rentnerpolizei, die natürlich nicht zu Fuß unterwegs sind, sondern mit einer Art Golfcar oder Papamobil.

Außerdem hatte ich am Dienstag auch ein Treffen mit verschieden Statistic-Profs an der Uni. Da ich hier an der Uni auch den amerikanischen Masterabschluss "Master of Science - Statistics" erwerben werde, muss ich schon in diesem Semester einer Research Group beitreten und mich nach einem Thema für die Masterarbeit umschauen. Im Mai 2017 ist schließlich schon Graduation, wo wir dann in der typischen amerikanischen Robe unseren Master-Degree überreicht bekommen. Besonders die Statistic-Advisorin Prof. Bailey hat einen total sympathischen Eindruck gemacht und sich auch über eine Stunde Zeit genommen, um mich zwecks Fächerwahl und research Möglichkeiten zu beraten. Etwas schockierender war der erste Eindruck mit Dr. Shen, dem Leiter der Climate Research Group. Da Sam Shen mir allerdings eine zusätzliche Förderung durch die San Diego State University (SDSU) organisiert hat, lande ich letzten Endes dann vielleicht doch in seiner Forschungsgruppe. Inhaltlich ist die Gruppe mit statistischer Klima- und Wetterforschung zwar recht interessant, aber menschlich hat mich Sam Shen total an den Prof. Schmidt aus Ulm erinnert. Jeder der ihn kennt, weiß wie schleimig und einlullend der Schmidt sein kann, also mal schaun wie sich das in nächster Zeit so entwickelt.

Da ich ja nicht nur gerne auf ein BigBand-Konzert geh sondern auch selber leidenschaftlich gerne Posaune spiel, habe ich mich außerdem die Woche beim Director nach den Athletic Bands erkundigt. Das sind die Bands die hier bei den Sport-Events auftreten. Eigentlich wollte ich mich nur informieren, hab dann aber gleich eine Posaune als Leihinstrument bekommen und bin für die Vorspielproben in zwei Wochen eingetragen. Die Posaune ist zwar ein uraltes klappriges Gerät, aber es röhrt! Das musste ich dann gleich in meinem Büro an der Uni ein bisschen austesten:

Mal schauen, ob das letztendlich dann tatsächlich klappt. Wenn man beitritt, sind es ziemlich viele Auftritte und da ich natürlich auch ein bisschen auf Achse bin, werde ich nicht immer dabei sein können. Kommt also drauf an, wie strikt das in der Band geregelt ist.
Der Link hier gibt eine kleine Geschmacksprobe, wie es dann während einem Spiel tatsächlich abgeht und wie die Band da mit einheizt: Youtube SDSU - Aztecs fight!

Heute am Samstag stand für uns deutsche Pflichtenerfüllung auf dem Programm! Nachdem unser deutscher Innenminister ja zu Hamstereinkäufen aufgerufen hat und das natürlich ein Spezialgebiet der Amis ist, haben wir einen großen Berg an Notrationen für das nächste Jahr eingekauft. Allgemein wird hier alles in riesigen Mengen verkauft, nur ein Beispiel ist der der Standard-Pack Milch mit einer Gallone also ungefähr 3,8 Liter. Wir dachten mit zwei vollen Einkaufswägen und unter anderem rund 2 Kilo Nutella könnten wir unseren Kühlschrank bis zum Anschlag füllen. Allerdings ist das Teil einfach noch größer, sodass ich tatsächlich bezweifle, dass er jemals wirklich voll wird. (Höchstens wir schlichten ihn mit Bier voll ...)

Es klang ja schon ein bisschen an, wie wichtig Sport hier ist, sodass Anja und ich uns hier natürlich auch ein bisschen auspowern werden. Für Anja gab´s deswegen heute erst mal Fußballschuhe und für mich normale Sport- und Laufschuhe. Ich hab mich nämlich schon für einen Halbmarathon im März hier in San Diego angemeldet, also muss ich auch irgendwann mal zum Trainieren anfangen.

Und schaut mal, Bayern München ist auch hier in San Diego populär:

(Alle Clubfans mögen es mir verzeihen, sobald der Club wieder in der 1. Liga ist, bin ich mir sicher, dass er auch überaus populär in San Diego sein wird)

 

20August
2016

Couchsurfing Event - Beach Volleyball at a Resort!

Gleich zwei Posts auf einmal (siehe weiter unten) - da unser Internet endlich wieder geht, gibt es einiges zu berichten!

Um hier bevor die Uni losgeht schon mal ein paar Locals kennenzulernen, war ich am Samstag auf einem Couchsurfing-Event in der Nähe von Mission Beach hier in SD. Da ich während meiner Zeit in Südamerika einige der besten Bekanntschaften über Couchsurfing gemacht habe, dachte ich, dass wäre doch mal die perfekte Gelegenheit. Und das war es auch!
Rund 20 Leute waren bei dem Event dabei, zu dem unser Gastgeber Ken in sein Resort eingeladen hatte. Das Resort ist ein Appartmentkomplex mit einem Ring von Wohnung, wo in der Mitte eine Art kleiner Park angelegt ist, mit Tennisfeld, Pool, Grillplätzen mit eigenen Gasgrills, Volleyballfeld und einer Teichanlage. Wirklich sehr idyllisch! Dazu noch viele neue aufgeschlossene Leute, von denen die meisten hier tatsächlich in San Diego leben, gutes Wetter, Beach Volleyball, kühle Getränke und abends BBQ - was will man mehr? Das Event findet soweit es klappt, eigentlich wöchentlich am Samstag statt - bestimmt also nicht das letzte Mal, dass ich mit dabei war!

19August
2016

Exploring SD!

Balboa Park, Downtown, Gaslamp Quarter, Harbor ...

Bevor die nächste Woche vollgepackt ist mit Einführungstagen an der Uni, haben Anja und ich am Freitag noch die freie Zeit genutzt, um ein paar Highlights von San Diego zu erkunden!

Mit dem Bus ging es in den wunderschönen Balboa Park - ein großer Park, der eigentlich mitten im Zentrum San Diegos liegt. Hier ist auch der San Diego Zoo mit untergebracht, der eine der bekanntesten und absolut sehenswerten Attraktionen von San Diego sein soll. Dafür sollte man aber mindestens einen Tag einplanen, was wir mit Sicherheit im Laufe des nächsten Jahres noch machen werden.
Balboa Park beeindruckt mit vielen kleinen Gärten von Kakteen- über Palmen- und Rosengärten, mit tollen architektonischen Bauten und 17 verschiedenen Museen innerhalb des Parks. Man kann hier also leicht ein paar Stunden oder auch einen ganzen Tag verbringen ohne sich zu langweilen! Ein wirklich wunderschöner Park, den ich bestimmt noch öfters besuchen werde!

Getrieben vom Hunger ging es anschließend Richtung Downtown zu Hodad's - dort gibt es legendäre Burger und angeblich die besten der Westküste! (Man sieht auf dem Bild schon förmlich meinen Hunger und das Wasser im Mund ...) Während im TV im Hintergrund also die deutscheFußball- Frauenmannschaft Gold holte, genossen wir unsere Burger!

Gestärkt und fast ein bisschen überfressen erkundeten wir das Gaslamp Quarter, eines der Herzstücke in der Innenstadt San Diego's. Den Namen bekam dieses Viertel durch die typischen Gaslampen im viktorianischen Stil, den man auch in der Architektur der Gebäude wiederfinden kann. Aber vor allem ist das Gaslamp Quarter gut bestückt mit Bars, Kneipen, Clubs, Restaurants und vielen Einkaufsmöglichkeiten.

Besonders die abschließende Tour am Hafen entlang ist absolut sehenswert! Mit Blick auf die Halbinsel Coronado schlenderten wir gemütlich an kleinen Häusern und Restaurants des Seaport Village's entlang, während man den Wassersportbegeisterten in der Bucht beim Segeln, Kite-Surfen und Jet-Ski Fahren zuschauen kann.

Ein Stück weiter nördlich kann man dann große Schiffe bewundern, zum Beispiel den Flugzeugträger USS Midway, der im Vietnam- und Zweiten Golfkrieg im Einsatz war und mittlerweile als Museum hier im Hafen liegt. Wirklich ein riesiges Teil! Aber auch große alte Segelschiffe liegen hier vor Anker.

Während Anja abends zum Frauenfußballspiel an die Uni hoch ist, bin ich noch einmal durch den Balboa Park geschlendert, der sich abends zusehends mit Leuten füllt und bei Musik und abendlichem Schein eine tolle Atmosphäre bietet. Auf dem zentralen Platz des Parkes, dem Plaza de Panama, sorgte eine 5-köpfige Gruppe mexikanischer Musiker für lateinamerikanischen Flair. Zwischenzeitlich hatte ich gar nicht das Gefühl tatsächlich in den USA zu sein, denn auf einmal sprachen alle um mich rum Spanisch, es wurden Spanische Lieder gesungen und getanzt. Einige Lieder davon kannte ich sogar noch aus meiner Zeit in Ecuador. Besonders bei den Rhythmen des Cumbias ist es schwer ruhig sitzen zu bleiben, weshalb ich mich nach einer "Vamos, Vamos" - Aufforderung, dass ich doch endlich auch mit meinem Hintern wackeln sollte, überzeugen ließ auch ein bisschen mitzutanzen. Arriba!!

18August
2016

Uni, Pool und Strand

Mittlerweile sind wir schon über einer Woche im schönen SD. Uni, Pool und Strand beschreiben die letzten Tage wohl sehr gut!

Am Montag strampelten Anja und ich mal wieder mit dem Fahrrad den Berg zur Uni hoch, um einige organisatorische Dinge zu erledigen und uns dort im Mathe-Department vorzustellen. Damit man nicht total fertig, verschwitzt und mit roter Birne oben ankommt, haben wir schon gemerkt, dass es ratsam ist sich genügend Zeit zu lassen und möglichst früh morgens hochzuradeln, da die Temperaturen dann noch etwas angenehmer sind und man nicht von der Sonne gegrillt wird. Da wir allerdings für Studentenausweis, Anmeldung, Formulare für eine amerikanische Sozialversicherungsnummer und Check-In im International Office sowieso von einer Ecke des Campus zur anderen unterwegs waren, kamen wir gezwungenermaßen ein bisschen ins Schwitzen.

Sofern die einzelnen Professoren vom Summer-Break schon wieder an der Uni anzutreffen waren, klopften wir am Mathe-Department an verschiedene Türen um uns als die New Ulm Students vorzustellen. Dabei merkte man schon, dass die Ulmer Studenten hier bekannt und beliebt sind - besonders in den einzelnen research groups, da wir mit unseren Kenntnissen im Vergleich zum amerikanischen System überdurchschnittlich gut ausgestattet sind. Anja wurde auch gleich bestens von zwei Profs gleichzeitig beraten, welche Kurse für sie interessant sein könnten und welche research group für sie gut passen könnte. Das Betreuungsverhältnis ist hier in den USA sehr viel direkter als wir das in Deutschland gewohnt sind. Da ich noch von Applied Mathematics auf Statistics wechseln möchte, habe ich das Gespräch mit meinem Advisor erst nächste Woche.

Nachmittags stand unter anderem für mich dann noch Autowaschen auf dem Programm. Nachdem der Kerl an der Waschstraße mir 40 Dollar abzwacken wollte, hab ich mich doch für Hand Wash für 5 Dollar entschieden. Bei so einem großen Auto muss man sich allerdings ganz schön beeilen, es im Zeitlimit der Waschanlage liebevoll einzuschäumen und wieder abzubrausen. Fazit: unser schönes weißes Auto wurde mit rosa Kaugummi-Schaum verwöhnt. Ebenso war auch ich hinterher voll rosa Schaum mit einer aufdringlichen Bubble-Gum-Duftnote.

Obwohl das meiste bisher ganz gut klappte, gibt es natürlich auch ein paar Dinge, die leider nicht gleich so laufen, wie wir uns das vorstellen: aus Unwissenheit mussten wir beispielsweise eine dumme Bankgebühr begleichen und selbst nach unzähligen Telefongesprächen und sogar einem persönlichen Besuch beim Internetanbieter, konnten wir den Internetvertrag von Flo und Lars noch nicht auf unseren Namen umschreiben (das ist so ähnlich, wie wenn man von o2 oder deresgleichen in Deutschland etwas haben möchte). Nach mehreren sich widersprechenden Aussagen mussten wir jetzt einen neues Internet-Modem kaufen, um tatsächlich einen neuen Vertrag auf unseren Namen abzuschließen (obwohl das alte Gerät natürlich noch wunderbar funktionieren würde...).

Wenn einem davon und aufgrund der anhaltenden Hitze ein bisschen der Kopf raucht, ist Abkühlung im Pool oder ein kurzer Ausflug an den Strand genau das richtige!

Im Übrigen haben wir von den großen Bränden aktuell hier in Kalifornien noch gar nicht so viel mitbekommen (außer dass wir natürlich auch schwitzen). San Diego ist schon noch ein ganzes Stück entfernt davon.

Einzig unser Prof an der Uni, bei dem wir als studentische Hilfskräfte arbeiten (Teaching Associates, TA), hat im Gespräch einmal kurz die Brände erwähnt. Am heutigen Donnerstag haben wir bei ihm im Büro vorbeigeschaut um ein bisschen über unsere Arbeit als TAs informiert zu werden. Anja und ich betreuen beide den Kurs Calculus III, also Analysis 3. Vergleichbar ist der Kurs mit Analysis 2 in Ulm, mehrdimensionale Analysis (für Nicht-Mathematiker: Ableiten und Integrieren in mehreren Dimensionen). Bei uns wurde das im zweiten Semester gleich mit beliebig vielen Dimensionen (also n-dimensional) behandelt. Hier an der SDSU wird multidimensional Analysis eher nur im 2- und 3-dimensionalen gemacht, dann kann man es immerhin noch zeichnen und sich vorstellen. Also alles etwas verschulter als bei uns in Deutschland an der Uni. Zu zweit werden wir im kommenden Semester rund 300 Studenten betreuen, für die wir in kleineren Übungsgruppen Problem Hours halten werden, wo die Studenten Übungsaufgaben lösen müssen. Zusätzlich geben wir außerdem noch Office Hours, in denen die Studenten in unserem Büro vorbeischauen können und Fragen stellen können. Also schon ein bisschen Arbeit, die aber gut bezahlt ist und mit Sicherheit auch Spaß machen wird!

Da unsere offizielle Einführung an der Uni (orientation days) erst nächste Woche stattfindet und die Uni erst am 29. August anfängt, haben wir die nächsten Tage noch entspannt viel Zeit. Allerdings haben wir deshalb auch noch nicht wirklich Leute hier kennengelernt (bis auf eine Kommilitonin aus Ulm, die hier auch zufälig studiert und der wir auf dem Campus über den Weg gelaufen sind?!). Mal schauen, vielleicht ändert sich das im Laufe der nächsten Tage noch!

13August
2016

First Impressions

It´s burning hot in SD - wir schwitzen! Eigentlich würde 24/7 ein sexy Badehöschen genügen...

Neben einigen organisatorischen Dingen haben wir an unserem ersten Wochenende in San Diego schon viele Sonnenstunden genossen!

Nachdem wir von unseren Ulmer Vorgängern hier in San Diego - Flo und Lars - noch ein paar nützliche Tipps bekommen hatten, haben wir auch mitbekommen, dass unser Auto noch gar nicht wirklich auf uns versichert und angemeldet ist. Also haben wir das natürlich schleunigst nachgeholt um hier auch total legal die Straßen Kaliforniens unsicher zu machen. Dank einer empfehlenswerten Agency gleich in der Nähe klappte das Anmelden und Versichern sehr reibungslos innerhalb eines Vormittags. Zur Mobilität und vielleicht auch zur Vorbeugung einer Fast-Food-Burger-Wampe gehören natürlich auch unsere Fahrräder, die wir am Freitag ebenfalls einmal durchchecken ließen.
An dieser Stelle muss ich auch mal erwähnen, wie viele Vorteile wir durch das bereits etablierte USA-Programm der Uni Ulm und vor allem durch unsere beiden Ulmer Vorgänger hier genießen: Total unkompliziert konnten wir von den beiden Wohnung, Einrichtung, Fahrräder und Auto übernehmen. Zum Einzug haben uns sogar einige Packs Bier und eine erste Verpflegung im Kühlschrank erwartet. On top of that, können wir die beiden mit jeder dummen Frage löchern, was uns den Start hier schon sehr viel einfacher gemacht hat. Wirklich super!

Der Großteil der organisatorischen Dinge (bis auf Uni) sind also vorerst einmal erledigt, weshalb wir uns am Samstag dann auch einen entspannten Tag im Shopping-Outlet und am Strand verdient hatten.

Allerdings war so viel los am Strand (es war schließlich auch Wochenende), dass es zu Hause an unserem Pool fast etwas gemütlicher und entspannter war. Kaum zu glauben war auch, was die Leute hier alles mit an den Strand schleppen: von kompletten Musikanlagen, großen Pavillons, Tischen und Bestuhlung über Kugelgrill und riesigen Kühlboxen; man hat das Gefühl der echte Amerikaner fährt hier seinen halben Hausrat auf. Obwohl wir dachten mit Strandmatte und kleiner Kühlbox auch gut ausgestattet zu sein, konnten wir da wirklich nicht mithalten.

Eigentlich wäre es am Sonntag natürlich mal höchste Zeit gewesen Downtown zu erkunden. Da wir aber noch ein paar Einkäufe erledigen mussten und in Amerika die Supermärkte und Shops auch sonntags offen haben, ging es zunächst in den tiefkühl-klimatisierten Supermarkt. Wenn man hinterher schockgefrostet den Supermarkt verlässt, knallt einem die Hitze bei knapp 30° C umso stärker entgegen, weshalb wir uns entschieden haben unseren Downtown-Ausflug zu verschieben. Dafür haben wir ja schließlich noch genügend Zeit, bis wir dann vielleicht tatsächlich irgendwann akklimatisiert sind oder es eben nur gemäßigte 25° hat. Bei einem entspannten Nachmittag mit Kindergeburtstag, Bier und Kuchen am Pool lernten wir so auch mal ein paar unserer Nachbarn kennen!

In den kommenden Tagen machen wir zwei Ulmer die Uni ein bisschen unsicher, unter anderem müssen wir bei den Profs vorbeischauen und Unterlagen für die Teaching Assistant klar machen. Darüber finanziert sich ein Großteil unseres Aufenthalts hier in San Diego.

Die nächsten News aus dem Golden State folgen!

11August
2016

Welcome to Paradise!

We made it to San Diego!!

Nach 12 Stunden Flug, Frankfurt-Seattle, einem chaotischen Rush durch den Flughafen von Seattle und noch einmal 3 Stunden Flug an der Westküste nach unten, sind Anja und ich gut in San Diego angekommen! Vor allem die Ankunft in Seattle war ein totales Durcheinander ... Wenn man in die USA einreist, muss man gleich am ersten Flughafen durch die Passkontrolle, durch den Zoll und erneute Sicherheitskontrolle, also auch seinen Koffer abholen und wieder aufgeben. Dafür hatten wir 2 1/2 Stunden Zeit, was eigentlich natürlich reichen sollte, wenn das alles zügig funktioniert. Aber so ein Chaos und so viele wartende Menschen haben wir beide wohl an einem Flughafen noch nicht erlebt. Mit ein bisschen Drängeln in der Warteschlange, nach einem wilden Gewühl durch Koffer (das war das größte Chaos) und dreimal Zugshuttel am Flughafen, haben wir es mit einer sportlichen Leistung gerade so zu unserer Abflugszeit geschafft und sind noch auf den Flieger aufgesprungen.

Allerdings hat schon der Blick aus dem Flugzeug gezeigt, dass es das alles wert ist für das nächste Jahr! Ich hatte den perfekten Platz, auf der richtigen Seite gleich am Fenster mit Blick aufs Meer und die Strände. Man macht sozusagen erst einen kleinen Stadtrundflug, wo ich das erste mal gesehen hab wie groß und weitläufig San Diego tatsächlich ist, bevor man anschließend mitten in der Stadt landet. America's Finest City machte ihrem Namen alle Ehre und begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein bei 25° C.

Ethan chauffierte uns zu unserem neuen zu Hause fürs nächste Jahr. Im Flugzeug hatte es sich noch ein bisschen angefühlt, als würde man eher in den Urlaub fliegen. Aber als Ethan uns alle Details in der Wohnung gezeigt hatte, wir den Vertrag unterschrieben und die Schlüssel bekommen haben und auch das erste mal unser neues Auto in Augenschein genommen haben, habe ich es erst so richtig realisiert, dass ich jetzt tatsächlich in den USA leben werde und eben nicht nur kurz zu Besuch bin.
Unsere Wohnung ist sehr groß, wir haben ein großes Wohnzimmer, eine schöne Küche, zwei Schlafzimmer, zwei Bäder und zwei Balkons. Dazu natürlich ein kleiner Swimming-Pool und Jacuzzi!

  

Vom Hunger und der Neugier getrieben, haben wir uns dann gleich mit unserem neuen Auto zum Einkaufen gewagt. Für das Gefühl eines richtigen Amerikaners hatten wir von Flo und Lars deren SUV übernommen - ein 8-Sitzer Ford Expedition mit 4.8L Motor, ein richtiges Schiff und amerikanischer Monsterschlitten!! Die erste wenn auch noch etwas wacklige Fahrt auf den amerikanischen Straßen und mit Automatikschaltung haben wir also schon gemeistert und auch Anja konnte mit ihrer Körpergröße das große schnurrende Gerät bändigen!

Heute standen vor allem einige organisatorische Dinge auf unserer To-Do-Liste: Einkaufen, Handyvertrag, amerikanisches Konto eröffnen und Uni besichtigen.
Nachdem wir uns nach einigem Auf- und Abfahren durch den 5-spurigen Highway gekämpft hatten, haben wir einen Großteil unserer Zeit in Walmart verbracht, einer der größten amerikanischen Einkaufsmeilen, wo man so gut wie alles kaufen kann. Mit sparsamen schwäbischen Verhältnissen sollte man in Kalifornien und San Diego auf jeden Fall nicht rechnen, aber umso spannender war es für uns die Vielfalt hier zu entdecken und unseren Einkaufswagen vollzuladen. 
Außerdem haben wir heut auch gleich die Gelegenheit genutzt unsere Fahrräder auf dem Weg zur Uni auszuprobieren. Die Lage unserer Wohnung ist wirklich sehr gut, sodass man mit dem Fahrrad eigentlich nur 10-15 Minuten braucht - kommt ein bisschen drauf an wie eilig man es hat, denn es geht den Berg hinauf zur Uni. Auf dem Campus angekommen haben wir gleich gemerkt, dass unser nächstes Studienjahr ganz anders werden wird als wir es bisher gewohnt sind. Denn schon der Campus ist nicht vergleichbar mit einer deutschen Universität - Palmen, Gärten und schöne gepflegte Gebäude in mexikanischem Hacienda-Stil! Natürlich muss man auch immer ein bisschen Bedenken, dass jeder Student hier einen großen Berg Studiengebühren zahlt. Das ist auch am äußeren Glanz der Uni erkennbar.

 

Nach einer schönen Schwimmrunde im Pool, blubbern im Whirlpool und gutem Abendessen gibt´s jetzt noch ein mäßig gutes Feierabendbier.

Macht´s gut!

01August
2016

Countdown - für ein Jahr nach San Diego!

Hallo miteinander!

Am 10. August ist´s soweit und der Flieger startet Richtung USA - für ein Jahr werde ich in San Diego in Kalifornien studieren!

Für News und Bilder könnt ihr in Zukunft ab und zu hier mal vorbeischauen, ich versuche fleißig zu posten!